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Reuters
30.07.201217:59 Uhr

Schweizer Börse: SMI verpasst Jahreshoch knapp

Die Schweizer Börse hat am Montag im Einklang mit anderen europäischen Börsen erneut fester tendiert. Im Verlauf notierte der Markt vorübergehend auf einem neuen Jahreshoch, das zum Schluss nur marginal verpasst wurde.

Gesucht waren vor allem die Aktien der Banken, die von den Erwartungen der Marktteilnehmer an die Notenbanken Rückenwind erhielten. Die Anleger hofften, dass nach den Bekenntnissen europäischer Politiker zum Euro die Zentralbanken zusätzliche Massnahmen zur Bekämpfung der Schuldenkrise und zur Stimulierung der Weltwirtschaft ankündigen werden.

Vor der Veröffentlichung der Zinsbeschlüsse der US-Notenbank Fed am Mittwoch und der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag verlief das Geschäft in eher ruhigen Bahnen. Angesichts des Schweizer Nationalfeiertag am Mittwoch habe sich zudem der eine oder andere Anleger für die ganze Woche vom Markt verabschiedet, sagten Händler.

Der SMI schloss um 0,62 Prozent höher bei 6402 Punkten ganz knapp unter dem Tageshoch bei 6403 Punkten. Mit dem Tageshoch erreichte der Leitindex den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr. Der breite SPI stieg ebenfalls um 0,62 Prozent auf 5918 Zähler, was ebenfalls ein Jahreshoch bedeutete.

Gefragt waren die im Zuge der Schuldenkrise arg gebeutelten Finanzwerte. Bei den Bluechips standen die Titel der UBS mit einem Kursanstieg von 3,9 Prozent im Mittelpunkt des Interesses. Die grösste Schweizer Bank legt am Dienstag den Quartalsbericht vor.

Die Anteile der Credit Suisse gewannen 0,5 Prozent. Die Pflichtwandelanleihen der Grossbanken stiessen auf rege Nachfrage. Praktisch alle den Publikumsaktionäre angebotenen Anleihen wurden platziert. Die Kapitalmassnahmen hatten den Aktienkurs zuletzt auf den tiefsten Stand seit rund 20 Jahren fallen lassen.

Die Aktien der Bank Vontobel setzten den Höhenflug vom Freitag um weitere sechs Prozent fort. Wegen eines besser als erwarteten Zwischenergebnis war der Kurs am Freitag bereits zehn Prozent gestiegen. Händler sprachen von Anschlusskäufen. Die Aktie von Konkurrent Julius Bär ermässigte sich gegen den Trend um 0,7 Prozent.

Die Sarasin-Aktien gewannen 0,2 Prozent auf 26,85 Franken. Die Bank holte im ersten Halbjahr Neugeld von 0,5 Milliarden Franken herein und hinkt damit der Schweizer Konkurrenz beim Einsammeln von neuem Geld hinterher. Der Gewinn sank um 28,9 Prozent auf 48,2 Millionen Franken ein. Sarasin will die mittelfristigen Ziele überprüfen.

Die Versicherungswerte wurden um rund ein Prozent höher bewertet. Baloise zogen um 2,3 Prozent an.

Die Aktien zyklischer Firmen verzeichneten ebenfalls Kursgewinne. Holcim rückten nach dem Kurssprung der Vorwoche 0,6 vor. ABB stiegen 1,1 Prozent und Adecco um gut drei Prozent.

Die Aktien des Inspektionskonzerns SGS gewannen 1,6 Prozent und erreichten bei 1980 Franken ein Rekordhoch. Auch die Aktien der Mitbewerber Intertek und Bureau Veritas notierten nahe dem Rekordhoch. Die Aktie von Panalpina kletterte fast drei Prozent auf 89,10 Franken. Der Spediteur legt am Dienstag den Halbjahresbericht vor.

 
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