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Reuters
24.07.201216:57 Uhr

Schweizer Börse: Credit Suisse markiert historisches Tief

Die Schweizer Börse hat sich am Dienstag in engen Spannen seitwärts bewegt. Händler erklärten, die Anleger schwankten zwischen der Angst vor einer Verschärfung der Euro-Schuldenkrise und der Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft Chinas.

Angesichts der unsicheren Perspektiven hätten sich die Investoren kaum aus der Deckung getraut. Die Umsätze waren abgesehen von Spezialfällen mässig.

Der Leitindex SMI notierte am späten Nachmittag um 0,1 Prozent niedriger mit 6176 Punkten. Der breite SPI trat mit 5723 Zählern praktisch auf der Stelle.

Eingetrübt wurde die Stimmung durch einen Warnschuss von Moody's. Die Ratingagentur hatte am Montagabend den Ausblick für Deutschland, die Niederlande und Luxemburg auf "negativ" zurückgenommen.

Mit zu den am aktivsten gehandelten Aktien zählten Credit Suisse. Die Papiere der Grossbank verloren 1,4 Prozent und notierten damit schwächer als der Branchendurchschnitt. Zeitweise stand die Aktie mit 16,15 Franken auf dem tiefsten Kurs seit Dezember 1992. "Seit die SNB signalisiert hatte, die Bank sollte ihr Eigenkapital stärken, performt CS schlechter als Konkurrent UBS ", sagte ein Händler. Die Schwäche stehe wohl auch mit der laufenden Kapitalerhöhung und dem Handel mit den Bezugsrechten in Zusammenhang, sagte ein anderer Händler. Die UBS-Aktie legte knapp ein Prozent zu.

Im Blickpunkt der Anleger standen auch die Aktien von Swatch, die um 2,7 Prozent zulegten. Der Uhrenkonzern erzielte im ersten Halbjahr bei einem Umsatz von 3,85 Milliarden Franken einen Gewinn von 724 Millionen Franken und übertraf damit die Analystenerwartungen. An dem Ziel, 2012 einen Umsatz von acht Milliarden Franken zu erreichen, hält das Unternehmen fest. Die Aktie von Mitbewerber Richemont stieg im Sog von Swatch 1,2 Prozent.

Von besser als erwarteten Abschlüssen profitierten auch die beiden Spezialchiphersteller AMS und Micronas, deren Aktien jeweils rund sechs Prozent höher bewertet wurden.

Die Angst vor den Folgen eines Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone und einer weiteren Verschlechterung der Finanzlage Spaniens lasteten auf den Anteilen der Versicherungen. Dabei stachen die Titel von Zurich hervor, die um 1,7 Prozent auf 209,50 Franken nachgaben. Credit Suisse senkte das Kursziel auf 247 von 255 Franken und bestätigte das Rating "Outperform". Die Titel von Baloise, Swiss Life und Swiss Re ermässigten sich um weniger als ein Prozent.

EFG International verloren drei Prozent. Der Vermögensverwalter legt am Mittwoch wie Lonza, Rieter und Temenos den Quartalsbericht vor.

Uneinheitlich tendierten die Anteile zyklischer Firmen. Adecco, Fischer und Holcim gaben nach. Clariant, Oerlikon und Rieter legten zu. ABB gewannen 0,6 Prozent. Der Elektrotechnikkonzern hat einen Auftrag über 100 Millionen Dollar aus dem Oman erhalten.

 
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