Geld & Service

David Hell
23.07.201213:20 Uhr

Luxus-Aktien: Wie Louis Vuitton, Burberry oder Cartier performen

Die steigenden Vermögen in den Schwellenländern machen Aktien von Louis Vuitton oder Burberry und einschlägige Fonds attraktiv.

Man kann sich eine schöne IWC-Uhr kaufen, aber auch gleich einen Anteil am Unternehmen selbst. Die noble Marke gehört - wie auch die Uhrenhersteller Lange & Söhne, Panerai oder Jaeger-LeCoultre - zum schweizerischen Luxuskonzern Richemont. Und dieser ist börsennotiert. Wer vor drei Jahren 5.000 Euro dort investiert hat, der könnte heute eine IWC-Fliegeruhr Classics Chrono Automatic für 4.500 Euro am Handgelenk tragen und sich an seinen ursprünglichen 5.000 Euro noch immer erfreuen. Wie das geht? Die Aktie hat sich wertmäßig nämlich in dieser Zeit verdoppelt.

Nicht nur Richemont verzeichnet eine derart erfreuliche Performance. Auch die anderen Luxuskonzerne wie etwa LVMH (Louis Vuitton, Moët, Hennessy), Burberry, Hermès oder Tod’s haben eine glitzernde Kursrally hingelegt.

Hauptgrund dafür ist die rasante Nachfrage aus China, Russland und anderen Schwellenländern. Alleine in China leben 2,7 Millionen Menschen, die mehr als eine Million Euro besitzen. Dieser Reichtum wird gerne zur Schau gestellt: mit Luxusartikeln von Gucci, Bulgari oder Dior.

Viel Cash mit teurer Wäsch’

Von diesem Trend kann man als Privatanleger profitieren; auch wenn im Vorjahr die meisten Wertpapiere im Luxussegment etwas einbrachen. Gerade das ist für viele Analysten ein Grund, jetzt noch einzusteigen.

Und das Angebot dafür ist reichlich. Nicht nur Schmuck und Uhren stehen im Visier der Reichen, auch feiner Zwirn verkauft sich blendend. Das beweist zum Beispiel die edle britische Traditionsmarke Burberry. In der Vorwoche wurden die Zahlen für das erste Quartal präsentiert: ein Umsatzplus von elf Prozent. Trotzdem liegt der Aktienkurs noch weit unter den Erwartungen.

Keinen Millimeter Stoff an der Börse abgegeben hat hingegen Hugo Boss: Der deutsche Kleiderkonzern verfünffachte seinen Kurs in drei Jahren. Allein in diesem Jahr stieg der Titel um 45 Prozent (ISIN: DE000A1PHFF7).

Daneben gibt es noch weitere Luxusartikler wie etwa Luxottica - Brillenerzeuger für die eigenen Marken Ray-Ban, Vogue, Oakley sowie Lizenzmarken von Bulgari, Chanel und Prada - oder das ebenfalls italienische Unternehmen Tod’s, das mit feinem Schuhwerk auf solider Sohle am Börsenparkett unterwegs ist.

Luxus-Fonds & Indices

Wem Einzeltitel zu viel Risiko sind, der kann auch auf Fonds setzen. Der Vorteil: Die Fondsmanager kaufen dort nicht nur die wichtigsten Luxus-Aktien, sie reichern ihre Fonds auch mit Sportbekleidung, Lifestyle und anderen Konsumgütern an, zur Risikostreuung. Beispiel: Die Top-5-Positionen des 9,5 Milliarden Euro schweren Fonds Allianz Deluxe P sind Dior, Richemont, Swatch (mit Uhrenmarke Omega), Tiffany und Hugo Boss. Und beigemengt sind Adidas, Coach und L’Oréal.

Neben Aktienfonds besteht eine weitere Möglichkeit, am Luxusboom zu partizipieren: mit Indices. Einer davon ist der World Luxury Index des deutschen Dax - der die 20 größten und liquidesten Unternehmen aus dem Luxusbereich vereint (ISIN: DE000A0LLPU8). Performance seit Jahresbeginn 2012: plus 8,2 Prozent.

 
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