Goldmarkt

hartgeld.com
17.07.201211:57 Uhr

Der Goldmann sagt... Es ist Zeit für die Rettungsboote

Der Euro kann nur noch mit Mühe von den Notenbanken verteidigt werden.

Seit dem letzten „Goldmann“ gab es als signifikantes Ereignis die Behandlung des ESM-Gesetzes in Deutschland durch das deutsche Bundesverfassungsgericht, nachdem Eilanträge einlangten, wonach der ESM verfassungswidrig wäre, was sicher stimmt. Ein Urteil gibt es am 12. September, bis dorthin ist der ESM auf Eis. Kümmert es die Märkte besonders? Nein, niemand braucht mehr den ESM oder die anderen Euro-Rettungsschime, denn der Euro lebt nur mehr dank massivster Stützung auf den Märkten.

Die „Euro-Rettung“ über Markt-Manipulation

Der ESM und andere Euro-Rettungsschirme sind „für die Katz“, wie man in Österreich sagt. Sie sind wirkungslos, denn die „Euro-Rettung“ geschieht derzeit alleine durch:

a) massives Gelddrucken durch die Zentralbanken in der Eurozone
b) massive Stützungen des Euro durch andere Zentralbanken wie die SNB oder die Fed
c) massive Drückung des Goldpreises

Diese Notmaßnahmen sind bezeichnend und ein Indiz für ein nahendes Ende des Euro. Im Fall der Gemeinschaftswährung steht aber das Welt-Finanzsystem auf dem Spiel. Denn mit dem möglichen Crash des Euro wird der Goldpreis nicht mehr tief gehalten werden können. Alle anderen Währungen stehen damit auch auf der Kippe – weil untergehende Banken einen Dominoeffekt auslösen, primär durch die Verpflichtungen aus Derivaten.

Bis zum letzten Tag

Wir können sicher sein, dass dieses Markt-Manipulations-Spiel weitergeht, bis den Notenbanken die Luft ausgeht. Passiert das, dann wird der Goldpreis, als letzter sicherer Hafen, deutlich über $5000/oz steigen. Ein solches Szenario würde eine Währungsreform erzwingen. In der Eurozone würden neue, nationale Währungen unter altem Namen, wie D-Mark, Schilling, Lira, Gulden, Drachme, etc. ihr Comeback feiern. Diese sind Gerüchten zufolge als Plan B der Notenbanken bereits gedruckt und warten im Notfall auf ihre Ausgabe. Hauptleidtragende eines solchen Szenarios wären natürlich die Vermögenden, Gewinner alle Schuldner – privat wie öffentlich. Denn Hyperinflation wäre ein „stiller“ Begleiter.

Die Goldpreis-Drücker haben fast kein Gold mehr

Dass der Goldpreis nicht schon explodiert ist, hat nur eine Ursache: Er wird von den Zentralbanken und Großbanken gedrückt. Das steht inzwischen schon in allen Medien, ist also kein Geheimnis mehr. Siehe auch Berichte in früheren “Goldmännern“ darüber.

Immer wieder treffen Berichte bei www.hartgeld.com ein, das nicht nur Zentralbank-Gold zur Preisdrückung auf den Markt geworfen wird, sondern auch Kundengold, das von Banken in „Allocated Storage“ gelagert wird. Die Quellen von Marktforscher Jim Willies sagen, dass bereits 20.000 Tonnen Kundengold verleast und verkauft wurden.

Zusammen mit dem gerade laufenden Zusammenbruch Spaniens, steigt der Druck im Geldsystem weiter an. Die Wahrscheinlichkeit für einen Systemcrash ist jedenfalls nicht kleiner geworden. Anleger sollten sich dabei immer bewusst sein, dass Gold nur in eigenem Besitz sicher ist. Bis zum Herbst ist jederzeit, wie schon im Vorjahr mit einem Crash zu rechnen. Man the life boats!

Der Autor:
Walter K. Eichelburg ist studierter Informatiker und betreibt mit www.hartgeld.com das erfolgreichste deutschsprachige Special-Interest-Webportal zu den Themen Gold, Edelmetalle und Krisenvorsorge. Er ist selbst langjähriger Investor und gibt auf diesem Weg sein Wissen weiter. Er ist Autor zahlreicher Artikel über technische und Finanzthemen.

 
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