Börse Wien

Reuters/hahn
18.07.201211:20 Uhr
Oleg Deripaska baut seine Strabag-Beteiligung aus

Oleg Deripaska baut seine Strabag-Beteiligung aus

Der Strabag -Großaktionär Oleg Deripaska hat mit dem Rückkauf weiterer Anteile an dem heimischen Baukonzern begonnen. Deripaska habe zu Wochenbeginn über seine Firma Rasperia insgesamt weitere 0,6 Prozent der Strabag-Aktien gekauft, sagte eine Strabag-Sprecherin am Mittwoch. Damit kommt er nun auf 17,6 Prozent. Bis Ende Juli 2014 kann der russische Oligarch in mehreren Tranchen weitere 7,4 Prozent der Strabag-Aktien übernehmen.

Die Papiere stammen aus dem Besitz der übrigen Kernaktionäre. Zum einen habe die Familien-Privatstiftung von Firmenchef Hans Peter Haselsteiner ihren Anteil um 0,3 Prozentpunkte verringert, geht aus einer Stimmrechtsmitteilung des Unternehmens hervor. Auch der zweite Großaktionär - die Raiffeisen-Gruppe mit ihrer Versicherung Uniqa. - habe ihren Anteil um 0,3 Prozentpunkte gesenkt.

Die Aufstockung dürfte Deripaska rund 13 Millionen Euro gekostet haben: Im November 2010 hatten beide Seiten einen Preis von 19,25 Euro je Aktie für den Rückkauf vereinbart. An der Börse kostete das Papier zuletzt 18,4 Euro.

Das erste Engagement des russischen Oligarchen bei dem österreichischen Konzern liegt bereits einige Jahre zurück: Er war im April 2007 bei der Firma eingestiegen und hatte damit den unmittelbar bevorstehenden Börsegang verzögert. Im Zuge der Finanzkrise musste er sich aber von seinem 25-Prozent-Paket trennen - ebenso wie er seine Anteile am deutschen Baukonzern Hochtief verkaufen musste. Seine Strabag-Aktien hatten damals die Raiffeisen-Gruppe und Haselsteiner übernommen - und dem Russen eine Rückkaufoption eingeräumt.

Von dieser hatte Deripaska Ende 2010 erstmals Gebrauch gemacht und 17 Prozent der Aktien zurückgekauft - ebenfalls zu einem Preis von 19,25 Euro je Stück. Die Strabag hatte im Gegenzug eine Beteiligung von 26 Prozent am russischen Straßenbaukonzern Transstroy übernommen.

 
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