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Präsident des Europaparlaments warnt vor "sozialer Explosion" in Europa
Angesichts der anhaltenden Eurokrise und neuer Proteste gegen Sparmaßnahmen hat der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, vor einer "sozialen Explosion" gewarnt.
"Die Demonstrationen in Spanien zeigen einmal mehr, dass aufgrund der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa eine soziale Explosion droht", sagte er der "Bild"-Zeitung. Um gegenzusteuern, forderte Schulz europaweite Arbeitsmarktprogramme.
"Hoch qualifizierte junge Menschen verlieren immer mehr die Hoffnung. Wir brauchen dringend neue europäische Programme, um endlich wieder mehr Arbeitsplätze für diese Generation zu schaffen", sagte er dem Blatt. In Spanien waren am Donnerstagabend die bisher größten Demonstrationen gegen das neue Sparpaket der Regierung von Gewalt überschattet worden. Die Polizei setzte dabei in der Nacht auf Freitag Gummigeschoße und Schlagstöcke ein.
Schulz rief dazu auf, die Situation in Spanien nicht mit der in Griechenland zu vergleichen. Die Krise in Spanien sei größtenteils durch eine geplatzte Immobilienblase und marode Banken hervorgerufen worden. "Das Land hat aber eine solide industrielle Grundlage und eine gut organisierte öffentliche Verwaltung", sagte der Präsident des Europaparlaments.
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