UEFA Champions & Europa League

APA/feh
16.07.201218:40 Uhr

DAX strampelt sich ins Plus

Deutsche Börse legt leicht zu, der Rest Europas verharrt nahe der Nulllinie.

Die europäischen Aktienmärkte sind am Montag mit nur wenig veränderten Notierungen in die neue Handelswoche gestartet. Einige Indizes kamen nach dem starken Wochenausklang wieder etwas zurück. Der deutsche Leitindex DAX konnte allerdings 0,13 % zulegen. Im Plus schlossen auch Amsterdam, Stockholm und Brüssel. Der Londoner FTSE-100 büsste hingegen 0,07% ein und der CAC-40 schloss mit einem minimalen Abschlag von 0,03 %.

Marktbeobachter verwiesen auf Gewinnmitnahmen bei manchen Werten sowie auf Konjunktursorgen. Der chinesische Regierungschef Wen Jiabao sieht wirtschaftlich schwierige Zeiten auf sein Land zukommen. Die Wachstumsrate liege noch nicht unter den Erwartungen für dieses Jahr, die wirtschaftliche Erholung sei aber "noch nicht stabil", hatte Wen laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag gesagt.

Angesichts der Eurokrise und einer Konjunkturschwäche in Schwellenländern hat der IWF seine weltweite Wachstumsprognose leicht nach unten korrigiert, wurde zudem bekannt. So erwartet er für dieses Jahr jetzt einen Zuwachs von 3,5 Prozent, das ist 0,1 Prozentpunkt weniger als im April vorausberechnet.

Das deutsche Verfassungsgericht wird am 12. September sein Urteil über den Euro-Rettungsfonds ESM und den Fiskalpakt verkünden. Das kündigte das oberste deutsche Gericht an. Damit lässt sich das Verfassungsgericht deutlich mehr Zeit als sonst üblich bei Entscheidungen über Eilanträge.

Am Nachmittag rückten US-Daten in den Fokus: Die US-Einzelhändler schaffen wegen der Konjunkturflaute derzeit keine Trendwende. Im Juni mussten sie den dritten Monat in Folge Umsatzeinbußen hinnehmen. Die Stimmung des Verarbeitenden Gewerbes im US-Bundesstaat New York ist im Juli hingegen stärker als erwartet gestiegen. Ferner sind in den USA die Lagerbestände der Unternehmen im Mai etwas stärker als prognostiziert gestiegen.

In einem Branchenvergleich zählten Finanzwerte und Aktien aus dem Telekom-Sektor zu den größeren Verlierern. Auf der Gewinnerseite fanden sich hingegen Titel aus dem Automobil-Sektor sowie aus der Baubranche.

In Madrid rutschten die Anteilsscheine von Banco Santander um 3,32 Prozent ins Minus auf 4,509 Euro. BBVA mussten ein Minus von 3,11 Prozent auf 4,922 Euro hinnehmen. An der Mailänder Börse schwächten sich UniCredit um 2,22 Prozent auf 2,644 Euro ab und Intesa SanPaolo verloren 1,37 Prozent auf 1,008 Euro.

Bei den Energiewerten zeigten sich Iberdrola um 3,51 Prozent tiefer bei 3,079 Euro. Respol verloren 3,36 Prozent auf 12,21 Euro. Eni gaben um 1,07 Prozent auf 16,71 Euro nach.

 
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