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Reuters
17.07.201209:58 Uhr

Asiens Börsen hoffen auf Ben

Hoffnungen auf weitere Konjunkturhilfen der US-Notenbank haben den Börsen in Asien am Dienstag Auftrieb gegeben.

Auslöser waren schwache Einzelhandelsdaten aus den USA und die gesenkte Wachstumsprognose des Internationalen Währungsfonds für die Weltwirtschaft. Neue Hinweise auf die Fed-Geldpolitik versprachen sich die Anleger von Notenbank-Chef Ben Bernanke, der am Dienstag und Mittwoch zur halbjährlichen Anhörung im Kongress erwartet wurde.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,35 Prozent höher bei 8755 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index dagegen sank um 0,4 Prozent auf 743 Zähler. Im Mittelpunkt stand der starke Yen, der am Montag zum Dollar auf den höchsten Stand seit einem Monat gestiegen war. Das drückte den Nikkei zunächst ins Minus. Äußerungen von Finanzminister Jun Azumi schürten dann allerdings Spekulationen, dass Japan zulasten der heimischen Währung am Devisenmarkt intervenieren könnte. Daraufhin drehte der Leitindex ins Plus. Vor allem die vom Export abhängigen japanischen Elektronikkonzerne sind stark von der Kursentwicklung des Yen abhängig. Der Branchenindex für die Hersteller von Elektromaschinen rutschte um 1,7 Prozent ab.

Der MSCI-Index für Aktien der Asien-Pazifik-Region mit Ausnahme Japans legte ein Prozent zu. Starke Zuwächse gab es vor allem in Hongkong, wo der Markt um 1,5 Prozent anzog. "Für weitere Kursgewinne an den weltweiten Börsen brauchen die Investoren mehr Stimuli und eine Verbesserung des konjunkturellen Umfelds", sagte Shun Maruyama von BNP Paribas.

An den Devisenmärkten in Fernost stieg der Euro zur US-Währung bis auf 1,2314 Dollar. Händler berichteten, dass sich Hedgefonds mit der Gemeinschaftswährung eindeckten.

 
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