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Reuters
16.07.201222:46 Uhr

"Wir sind ganz klar in einem Abschwung" - Wall Street rutscht ab

Die Wall Street ist mit Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Grund für die Zurückhaltung der Anleger waren vor allem enttäuschende Konjunkturdaten.

Die Einzelhändler mussten überraschend sinkende Umsätze hinnehmen, was als ein weiteres Zeichen für die Verunsicherung der Verbraucher gewertet wurde. Zudem sind die Anleger nach Angaben von Händlern aufgrund der Gewinnwarnungen mehrerer Firmen aus den vergangenen Tagen derzeit zurückhaltend. Für etwas Zuversicht sorgte dagegen die US-Großbank Citigroup, deren Gewinn nicht so deutlich sank wie befürchtet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent tiefer mit 12.727 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 12.690 und 12.779 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,2 Prozent auf 1353 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,4 Prozent auf 2896 Stellen. In Frankfurt ging der Dax 0,1 Prozent fester mit 6565 Zählern aus dem Handel.

Die US-Einzelhändler mussten im Juni den dritten Monat in Folge Umsatzeinbußen hinnehmen - das gab es zuletzt in der Rezession Ende 2008. Sie hatten überraschend 0,5 Prozent weniger in den Kassen als im Mai. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet.

"Wir sind ganz klar in einem Abschwung, und wir müssen nun abwarten, was die Unternehmen für Erwartungen an die Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte haben", sagte Mark Foster von Kirr Marbach & Co. "Wenn es einige erfreuliche Vorhersagen gibt, wird das der Schlüssel für steigende Kurse sein - vor allem, weil zuletzt einige Konjunkturdaten eher schwach waren."

In dieser Woche werden unter anderem noch Zahlen von Goldman Sachs, Intel, Johnson & Johnson und Coca Cola erwartet.

Aktien der Citigroup zogen 0,6 Prozent an. Die drittgrößte US-Bank hatte zwar über einen Rückgang des Nettogewinns im abgelaufenen Vierteljahr berichtet. Die Geschäfte liefen aber besser als von den meisten Analysten erwartet.

Der Aktienkurs der US-Biotechfirma Human Genome stieg um 4,5 Prozent auf 14,19 Dollar. Nach monatelangem Ringen ist für den britischen Pharmariesen GlaxoSmithKline der Weg zur Übernahme frei. Er zahlt für Human Genome 3,6 Milliarden Dollar oder 14,25 Dollar je Aktie.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 600 Millionen Aktien den Besitzer. 1347 Werte legten zu, 1642 gaben nach und 114 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,43 Milliarden Aktien 878 Werte im Plus, 1601 im Minus und 104 unverändert.

 
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