Bonität und Insolvenzen

KSV
10.07.201216:20 Uhr
Firmengruppe Stöhr: Insolvenzverfahren beantragt

Firmengruppe Stöhr: Insolvenzverfahren beantragt

Die Gesamtpassiva der Firmengruppe betragen rund 8,9 Millionen Euro, jedoch wird erst zu prüfen sein, in welchem Umfang in dieser Summe allenfalls Verbindlichkeiten enthalten sind, für welche die Unternehmen solidarisch haften.

Folgende sieben Unternehmen aus der sog. „Firmengruppe Stöhr“ haben die Eröffnung von Insolvenzverfahren beim Landesgericht Wiener Neustadt beantragt:

• Stöhr Holding GmbH, 2700 Wr. Neustadt
• Service-Center Stöhr GmbH, 7000 Eisenstadt
• STÖHR GmbH, 2620 Neunkirchen
• Elektrounternehmen Ing. Gstöttner GmbH, 4400 Steyr
• STÖHR electronic Service GmbH, 2700 Wr. Neustadt
• REPAIRFIT electronic service GmbH, 2700 Wr. Neustadt
• Josef Kriegsauer GmbH, 8230 Hartberg

Die Stöhr Holding GmbH hat die Eröffnung eines Konkursverfahrens beantragt, alle anderen Unternehmen jeweils ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung, wobei den Gläubigern jeweils eine Quote von 20 % innerhalb von zwei Jahren ab Annahme angeboten wird.

Die Verfahren sind offiziell noch nicht eröffnet, das Landesgericht Wiener Neustadt prüft derzeit die Insolvenzanträge.

Die Firmengruppe Stöhr befasst sich mit dem Elektroeinzelhandel, Elektroinstallationen und dem Reparaturservice für Elektrogeräte. Die Stöhr Holding GmbH hält an den anderen Gesellschaften 100 % des Stammkapitals, mit Ausnahme der Stöhr GmbH, an der die Stöhr Holding GmbH zu 99 % beteiligt ist und Ing. Manfred Mitterhuber mit 1 %.

Insgesamt beschäftigen die Unternehmen 141 Dienstnehmer.

Von den Insolvenzen sind insgesamt ca. 250 Gläubiger betroffen, die ihre Forderungen ab sofort über den KSV1870 anmelden können.

Die Gesamtpassiva der Firmengruppe betragen rund 8,9 Millionen Euro, jedoch wird erst zu prüfen sein, in welchem Umfang in dieser Summe allenfalls Verbindlichkeiten enthalten sind, für welche die Unternehmen solidarisch haften.

Welche Umstände zur Insolvenz der Firmengruppe geführt haben, wird nunmehr zu klären sein. Ing. Manfred Mitterhuber bereits vor einigen Jahren altersbedingt aus der Geschäftsführung zurückgezogen hatte. Die Geschäftsführung wurde daraufhin vom langjährigen Mitarbeiter Robert Thoma übernommen, der am 20.04.2012 bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückte. Als eine mögliche Insolvenzursache wird seitens der Unternehmensgruppe angegeben, dass die im Herbst 2011 getroffene Entscheidung, die Elektrounternehmen Ing. Gstöttner GmbH zu kaufen und in die Firmengruppe zu integrieren, eine Fehlentscheidung war.

Forderungen können bereits jetzt über den KSV1870 angemeldet werden.

 
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