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SMI schließt mit 0,3 Prozent Verlust
"Keiner weiss, wie es weitergehen soll. Daher getrauen sich die Anleger nicht an den Markt." Eien Verunsicherung, die auf die Gemüter drückt - der SMI rutscht ins Minus.
Die Schweizer Börse hat am Mittwoch mit leichten Verlusten geschlossen eingebüsst. Wegen der zahlreichen Unsicherheitsfaktoren hielten sich die Anleger zurück. Enttäuschende Quartalsberichte und die Angst vor einer Ausbreitung der Euro-Schuldenkrise auf Italien lähmten das Geschäft, sagte ein Händler. "Keiner weiss, wie es weitergehen soll. Daher getrauen sich die Anleger nicht an den Markt."
Der SMI schloss 0,3 Prozent tiefer bei 6174,75 Punkten. Der breite SPI sank ebenfalls um 0,3 Prozent auf 5726,35 Zähler. Am Abend wird die US-Notenbank noch die Protokolle ihrer jüngsten Sitzung, die FOMC Minutes, veröffentlichen. Davon erhofften sich die Marktteilnehmer Aufschluss über die Lage der US-Wirtschaft und die weitere Politik der Notenbank, hiess es.
Die Finanzwerte tendierten mehrheitlich schwächer. Credit Suisse rückten dagegen um 0,8 Prozent vor. Dies trotz Hausdurchsuchungen von Steuerfahndern bei deutschen Kunden der Grossbank, die mit sogenannten "Bermuda-Produkten" Geld am Fiskus vorbeigeschleust haben sollen. Die Bank selbst ist, wie ein Sprecher am Mittwoch betonte, nicht Gegenstand der Ermittlungen.
Die Titel der UBS sanken um 0,3 Prozent. Bei der Bank sollen Büros in mehreren französischen Grossstädten sowie Privatwohnungen von Managern durchsucht worden sein.
VP Bank -Papiere verloren ein Prozent. Beim Liechtensteiner Geldinstitut kommt es zu einem Chefwechsel - nach nur zwei Jahren verlässt CEO Roger Hartmann die Bank wieder.
Konjunktursorgen machten vor allem den Aktien mittelgrosser zyklischer Firmen zu schaffen. So büssten Bucher, Fischer Micronas gegen 1,5 Prozent ein während Oerlikon sogar 5,6 Prozent abgaben.
Richemont sackten um 3,4 Prozent ab und Swatch verloren knapp zwei Prozent. Händler verwiesen auf den enttäuschenden Quartalsbericht des britischen Edeltextilien-Herstellers Burberry.
Die Aktien von Clariant zogen nach einem positiven Kommentar der UBS um mehr als ein Prozent an. Dagegen drückte eine Verkaufsempfehlung der Bank die Anteile von Syngenta um 1,1 Prozent ins Minus.
Die Titel von Kuoni verzeichneten einen Abschlag von gut sieben Prozent. Konzernchef Peter Rothwell hatte in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" die Geschäftsaussichten des Reisekonzerns vorsichtig beurteilt.
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