UEFA Champions & Europa League

Reuters/hahn
11.07.201211:57 Uhr

Das bewegt die Märkte: Monti liegt Anlegern im Magen

Die vertrackte Situation der Eurozone gepaart mit trüben Konjunkturperspektiven haben Anlegern am Mittwoch nur wenig Lust auf Aktien gemacht.

Heftig diskutiert wird auf dem Börsenparkett, ob Italien Hilfen aus dem europäischen Rettungsfonds beantragen wird. Regierungschef Mario Monti hatte diese Möglichkeit am Dienstag ins Spiel gebracht. Die italienischen Renditen pendelten um die Sechs-Prozent-Marke. Erst jüngst hatte Spanien um Hilfen für seine maroden Banken gebeten. "Die Aussagen von Monti haben Ängste bezüglich neuer Probleme in der Eurozone geschürt", sagte ein Börsianer.

Investoren fragen sich zunehmend, ob die europäische Schuldenkrise überhaupt noch in den Griff zu bekommen sei. Im Moment könnten angesichts der Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht der bereits beschlossene EU-Fiskalpakt und der Rettungsschirm ESM auf der Kippe stehen. Das Verfahren in Karlsruhe könnte mehrere Wochen oder Monate dauern, der Ausgang ist ungewiss.

"Es gibt einfach nichts, was den Markt antreiben könnte", sagte ein Händler. "Zu den ohnehin trüben Konjunkturperspektiven kommen jetzt noch enttäuschende Geschäftszahlen." In den USA hatte nach dem Chiphersteller AMD auch der Chipausrüster Applied Materials seine Prognose gekappt.

 
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