UEFA Champions & Europa League

APA
06.07.201218:45 Uhr

ATX verabschiedet sich mit "Zwei-Prozent-Klatsche" ins Wochenende

Die Wiener Börse ist am Freitag mit kräftigen Verlusten aus dem Handel gegangen. Der ATX fiel bei schwachem Volumen um 41,17 Punkte oder 2,06 Prozent auf 1.956,66 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 28 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.985 Punkten.

Auch an den übrigen Börsen Europas setzte es zum Wochenschluss - zum Teil massive - Abschläge. Nach bereits verhaltenem Verlauf lieferten US-Arbeitsmarktdaten im Nachmittagsgeschäft einen zusätzlichen Negativimpuls an den Börsen. Mit einem Stellenaufbau im Juni um 80.000 außerhalb der Landwirtschaft blieb der monatliche Bericht der US-Regierung bereits zum dritten Mal in Folge hinter den Erwartungen zurück.

Sehr deutlich ging es im Wiener prime market für Wienerberger nach unten, die Aktie des Baustoffkonzerns rutschte um 5,51 Prozent auf 7,38 Euro ab. Größere Verluste verbuchten auch die schwergewichtigen Aktien des Anlagenbauers Andritz und des Stahlkonzerns voestalpine, die sich um 3,13 Prozent auf 39,82 Euro bzw. 3,57 Prozent auf 21,07 Euro reduzierten.

Das Bankenschwergewicht Erste Group war mit Einbußen um 4,64 Prozent auf 14,40 Euro ebenfalls am unteren Ende der Kurstafel angesiedelt. Die Aktie des Branchenkollegen Raiffeisen ging um 5,42 Prozent auf 25,32 Euro zurück. Marktteilnehmer verwiesen auf die europaweit sehr schwache Sektortendenz. Unter den Versicherungswerten schwächten sich Vienna Insurance Group um 1,20 Prozent auf 30,52 Euro ab.

Im besseren Mittelfeld fanden sich mit conwert (minus 0,47 Prozent auf 8,71 Euro), CA Immo Anlagen (unverändert bei 7,92 Euro) und s Immo (ebenfalls unverändert bei 4,29 Euro) einige Immowerte ein. Die schwerer gewichtete Immofinanz-Aktie konnte gar einen Zuwachs in Höhe von 1,08 Prozent auf 2,53 Euro aus dem Handel retten. Unter den Versorgern gaben EVN und Verbund um 0,29 Prozent auf 10,20 Euro bzw. 0,46 Prozent auf 18,26 Euro nach.

Stark nachgefragt waren gegen den Branchentrend Strabag, die sich als stärkster prime-market-Wert um 6,92 Prozent auf 19,63 Euro befestigten. Der Baukonzern startet am kommenden Dienstag sein Mitte Juni abgesegnetes Aktienrückkaufprogramm, wurde am Freitag bekannt.

 
pixel