Internationale Wirtschaftsnachrichten

30.06.201210:47 Uhr
Berlusconis Zeitungen beleidigen Merkel

Berlusconis Zeitungen beleidigen Merkel

Italienische Tageszeitungen unter Kontrolle des Medienzaren und Ex-Premiers Silvio Berlusconi erregen mit aggressiven Artikeln gegen die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel Aufmerksamkeit.

Nach dem Sieg der italienischen Nationalelf gegen Deutschland bei der EURO 2012 und nachdem Premier Mario Monti beim EU-Gipfeltreffen in Brüssel Deutschlands Zusagen für ein Wachstumspaket gegen Eurohilfen ohne strikte Sparauflagen erhielt, erschienen Berlusconis rechtsorientierte Tageszeitungen "Libero" und "il Giornale" am Freitag mit schweren Beleidigungen gegen Merkel.

"VaffanMerkel" titelte die Tageszeitung "Libero" in Anlehnung an den vulgären Ausdruck "vaffanculo" ("Leck mich doch"). Das "Libero"-Aufmacherbild zeigte den Starstürmer der "Squadra Azzurra" Mario Balotell, der den Ball direkt ins Gesicht von Merkel schießt. "Großartiges Italien. Die Azzurri vernichten Deutschland mit zwei Toren von Supermario Balotelli. Wird Monti es den Azzurri im Duell gegen die Bundeskanzlerin gleich machen?", kommentierte das Blatt.

Für Aufregung sorgte auch die Titelseite von "Il Giornale". "Ciao, ciao culona" ("Ciao, ciao, Fettarsch") titelte die Tageszeitung am Freitag. "Liebe Merkel, aus dem Euro wirst wohl du austreten. "Supermario rächt uns. Nicht Monti, sondern Balotelli bestraft mit einem Doppelpack Deutschland und beschert uns das Finale. Liebe Merkel, Du trittst aus dem Euro aus", kommentierte das Blatt.

 
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