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Reuters
26.06.201218:17 Uhr

SMI erkämpft sich ein defensives Plus

Höhere Kurse bei als wenig konjunkturanfällig eingestuften Aktien haben die Schweizer Börse am Dienstag in der Pluszone gehalten.

Finanztitel wurden laut Händlern angesichts der grossen Verunsicherung über die weitere Entwicklung in der Euro-Schuldenkrise eher gemieden. Steigende Renditen italienischer und spanischer Staatsanleihen sorgten zusätzlich für Unruhe. Mit Blick auf den am Donnerstag beginnenden EU-Gipfel äusserten sich Marktteilnehmer skeptisch und wollten keine Risiken eingehen. "Den grossen Wurf zur Lösung der Euro-Krise erwartet eigentlich niemand", sagte ein Händler. Sorgen machte der Marktteilnehmern auch die Abkühlung der Wirtschaft Chinas.

Der SMI schloss um 0,22 Prozent höher bei 5958 Punkten. Der breite SPI zog um 0,1 Prozent an auf 5528 Zähler.

Die Bonitätszurückstufung von 28 spanischen Banken durch die Ratingagentur Moody's am Vortag drückte sie auf die Stimmung bei den Finanzwerten obwohl der Schritt erwartet worden war. UBS sanken um 2,1 Prozent und Credit Suisse fielen um 2,5 Prozent. CS will laut mit den Plänen vertrauten Personen bis zu 30 Prozent der leitenden Stellen im klassischen Investmentbanking in Europa streichen. Von dem Vorhaben seien 60 Führungskräfte betroffen. Die Stellenstreichungen sind Teil des im Vorjahr angekündigten Abbaus von insgesamt 3500 Jobs.

Die Aktien der Versicherungen lagen mehrheitlich im Minus. Swiss life büssten 1,2 Prozent ein. Zurich Insurance verloren 0,1 Prozent. Swiss Re legten gegen den Trend 1,5 Prozent zu.

Zu den Gewinnern gehörten auch die Adecco-Aktien, die um 2,95 Prozent stiegen. Der Personalvermittler will Mitte Juli für bis zu 400 Millionen Euro eigene Aktien zurückkaufen. Finanziert werden soll das Programm, mit dem zum aktuellen Kurs fast sieben Prozent des Kapitals erworben werden kann, durch die Ausgabe von Anleihen.

Als Stützen des Marktes erwiesen sich die beiden schwergewichteten Pharmawerte Novartis und Roche, die 0,5 respektive 1,6 Prozent anzogen. auf Vortagesniveau schlossen die ebenfalls hoch kapitalisierten Titel des Lebensmittelriesen Nestle.

Steigende Getreidepreise verhalfen den Aktien des Agrarchemiekonzerns Syngenta zu einem Anstieg von knapp 2,5 Prozent. Auch die Aktien der weitgehend auf die Schweiz konzentrierten Swisscom legten zu.

Wachstumsängste in China und ein unter den Erwartungen ausgefallenes US-Konsumentenvertrauen nährten Konjunktursorgen, hiess es. Dies löste bei den Aktien zyklischer Firmen Abgaben aus. ABB und Holcim verloren knapp ein Prozent. Sulzer büssten mehr als zwei Prozent ein.

In der Gewinnzone schlossen die Luxustitel. Richemont stiegen 0,1 Prozent und Swatch zogen 0,4 Prozent an.

 
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