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Reuters/hahn
22.06.201222:41 Uhr

Wall Street: Moderate Erholung nach heftigem Dämpfer

Nach dem jüngsten Ausverkauf haben die Anleger am Freitag den US-Börsen wieder mehr Vertrauen geschenkt.

Experten bezeichneten die Erholung als eine Reaktion auf die massiven Verluste vom Vortag. "Der Markt war gestern überverkauft", sagte Janna Sampson von OakBrook Investments. Zudem stützten Schnäppchenjäger den Markt. Nach der Herabstufung von 15 Großbanken durch die Ratingagentur Moody's standen vor dem Wochenende vor allem Finanzwerte im Fokus.

Daneben schauten die Börsianer auch nach Rom, wo Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande sowie die Regierungschefs von Italien und Spanien, Mario Monti und Mariano Rajoy, über das weitere Vorgehen in der Schuldenkrise berieten. Die vier größten Wirtschaftsnationen der Eurozone verständigten sich auf ein Wachstumsprogramm in Höhe von 120 bis 130 Milliarden Euro, um die Krisenländer dauerhaft zu stabilisieren.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent höher auf 12.640 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 12.574 und 12.674 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 stieg 0,7 Prozent auf 1335 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,2 Prozent auf 2892 Punkte. Am Donnerstag waren alle drei Indizes zwei Prozent eingebrochen. Im Wochenvergleich sank der Dow um 0,9 Prozent und der S&P-Index um 0,6 Prozent, während der Nasdaq-Index sich um 0,7 Prozent verbesserte. In Frankfurt ging der Dax am Freitag mit einem Minus von 1,3 Prozent auf 6263 Punkten aus dem Handel.

Zu den von Moody's herabgestuften Banken gehörten die US-Geldhäuser Morgan Stanley, JPMorgan, Citigroup sowie Bank of America. Einige Anleger hatten mit noch schlechteren Bewertungen gerechnet. Die Erleichterung trieb die Aktien in die Höhe. Für die Papiere von JPMorgan ging es 1,4 Prozent, für die Titel von Morgan Stanley 1,3 Prozent, für die Aktien der Bank of America 1,5 Prozent und der Citigroup 0,6 Prozent nach oben.

Zu den größten Verlierern zählten dagegen die Anteilsscheine von Ryder Systems mit einem Abschlag von rund 13 Prozent. Der Logistikkonzern hatte zuvor angesichts einer sinkenden Nachfrage nach seinen Dienstleistungen die Quartalsprognose gesenkt.

Gefragt waren die Dividendenpapiere von Facebook mit einem Aufschlag von knapp vier Prozent. Die Aktie wird vermutlich in den Russell-3000-Index, einen der weltweit größten Aktienindizes, aufgenommen. In ihm sind die 3000 Unternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung in den USA gelistet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,46 Milliarden Aktien den Besitzer. 2057 Werte legten zu, 935 gaben nach und 125 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,26 Milliarden Aktien 1772 im Plus, 739 im Minus und 92 unverändert.

 
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