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Reuters
22.06.201218:04 Uhr

Das war's - Schweizer Börse schließt die Woche mit einem Minus ab

Mager geht der Tag zu Ende. Schweizer Leitindex SMI büsst 0,38 % ein. Schuld daran waren vor allem Kursverluste bei Zyklikern.

Kursverluste der zyklischen Titel haben die Schweizer Börse am Freitag belastet. Händler verwiesen auf enttäuschende Konjunkturzahlen aus verschiedenen Märkten. So fiel der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex schlechter als erwartet aus. Die europäische Schuldenkrise sei alles andere als ausgeräumt. Die Anleger sorgten sich aber auch vor einer Abkühlung der Wirtschaft in den USA und in China.

Der Leitindex SMI sank um 0,4 Prozent auf 5989 Punkte. Der breite SPI verlor 0,5 Prozent auf 5568 Zähler. Händler erklärten, viele Anleger verharrten an der Seitenlinie. "Die Volumen sind seit Tagen schwach", sagte ein Händler. "Das dürfte sich erst nach dem EU-Gipfel vom nächsten Donnerstag und Freitag ändern."

Die grössten Verluste unter den Standardwerten verzeichneten Swatch mit einem Minus von 3,2 Prozent. Die Aktien des zweiten grossen Uhrenkonzerns Richemont verloren drei Prozent. Die beiden Titel waren am Vortag wegen guter Uhren-Exportzahlen kräftig gestiegen.

Auch die Aktien von anderen Unternehmen, die stark von der Konjunktur abhängen, gehörten zu den grossen Verlierern. Adecco rutschten knapp drei Prozent ab. Holcim ermässigten sich um 3,2 Prozent. Der Zementkonzern muss in Indien eine Kartellbusse von 390 Millionen Franken zahlen, was am Gewinn nagen wird.

Bei den Chemieaktien verloren Clariant 4,3 Prozent. Clariant will sein Geschäftsportfolio bis Ende kommenden Jahres neu ausrichten. Über die Zukunft der Sparten Textile Chemicals, Paper Specialties sowie Emulsions, Detergents & Intermediates soll in den nächsten 18 Monaten entschieden werden, hiess es auf dem Investorentag. Händlern zufolge hatten sich manche Anleger von dem Anlass mehr erhofft. Dagegen kletterten die Lonza -Aktien 5,1 Prozent. Zuvor hatte Cheuvreux die Aktien des Spezialchemiekonzerns auf "Outperform" von "Underperform" hochgestuft.

Die Rückstufung durch die Rating-Agentur Moody's konnte den Schweizer Grossbankenaktien wenig anhaben. Die Titel von Credit Suisse sanken nach der Rückstufung um drei Stufen auf A1 um 0,6 Prozent. Im internationalen Vergleich liegt CS mit diesem Rating immer noch in der Spitzengruppe. Die amerikanische Rating-Agentur hatte insgesamt 15 Grossbanken zurückgestuft. UBS gingen unverändert aus dem Handel. Julius Bär
Anleger wandten sich auch wieder mehr den als konjunkturresistenten Aktien zu. Nestle, in dieser Woche unter Druck, gewannen 0,7 Prozent an Wert. Novartis notierten stabil. Knapp gehalten schlossen Roche. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA leitete eine Untersuchung gegen die Basler ein, nachdem eine Routinekontrolle ergab, dass der Konzern 80.000 Fälle möglicher Nebenwirkungen von Medikamenten nicht genau untersucht hat. Hinweise auf Schäden für Patienten gebe es nicht. Das kürzlich zugelassen Brustkrebsmedikament Perjeta bestätigte seine Wirksamkeit in einer spätklinischen Studie.

 
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