Börse International

Agenturen/hahn
15.06.201218:16 Uhr
Telekom Austria: Carlos Slim hat mehr als die Sperrminorität im Visier

Telekom Austria: Carlos Slim hat mehr als die Sperrminorität im Visier

  • Der mexikanische Milliardär Carlos Slim steuert auf einen noch größeren Anteil an der Telekom Austria zu als bisher bekannt.

Die mexikanische Gesellschaft Immobiliaria Carso, an der die Familie Slim die Mehrheit besitze, halte 3,14 Prozent an der Telekom Austria, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Dieser Anteil besteht den Angaben zufolge neben dem bereits veröffentlichten Anteil von 22,76 Prozent, den Slim mit seinem Konzern America Movil ansteuert. Damit hätte Slim bereits mehr als die Sperrminorität in der Tasche (25,9 Prozent).

Laut österreichischem Aktiengesetz, wäre ab einem Anteil von 30 Prozent plus einer Aktie ein Übernahmeangebot an die restlichen Aktionäre fällig.

880 Millionen Euro für 21 Prozent-Paket

Carlos Slim hat im Zuge seines Einstiegs bei der Telekom Austria Kreisen zufolge 9,50 Euro je Aktie bezahlt. Das sagte eine mit dem Deal vertraute Person am Freitag zu Reuters. Damit dürfte er für das 21-Prozent-Paket aus dem Besitz des österreichischen Investors Ronny Pecik gut 880 Millionen Euro auf den Tisch gelegt haben.

America Movil (AMX) betont in einer Aussendung, dass sie durch den heute mit Ronny Pecik vereinbarten Erwerb der Telekom-Anteile ein "langfristiger strategischer Partner" der Telekom Austria werde. Der Kauf sei Teil der geografischen Diversifikationsstrategie des Konzerns und schaffe eine attraktive Präsenz in Mittel- und Osteuropa. America Movil erwarte, eine "konstruktive Beziehung" zu den anderen Telekom-Aktionären zu entwickeln und sei zuversichtlich über die Zukunft der Gesellschaft. Der Investor Ronny Pecik soll laut FORMAT-Informationen aber noch zwei Jahre Vizepräsident des Telekom-Aufsichtsrats bleiben. Danach wollen die Mexikaner die Kontrolle komplett übernehmen.

Die Telekom Austria-Aktie beendete den Handelstag mit einem Kursplus von 1,42 Prozent.

 
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