Börse International

Reuters
13.06.201209:12 Uhr
Porsche wird für VW so richtig teuer

Porsche wird für VW so richtig teuer

Die vollständige Übernahme des Sportwagenbauers Porsche wird einem Zeitungsbericht zufolge für Volkswagen teurer als geplant.

Der Preis für die restlichen knapp 50 Prozent an der Porsche werde bei etwa 4,5 Milliarden Euro liegen, berichtete die "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Konzern- und Finanzkreise. Das sind rund 600 Millionen Euro mehr als vor drei Jahren vereinbart. Der höhere Kaufpreis erkläre sich durch Synergien, die früher als geplant erwirtschaftet werden könnten, habe es im Umfeld des VW-Konzerns geheißen. VW wollte den Bericht nicht kommentieren.

VW-Patriarch Ferdinand Piech und andere Spitzenmanager rechnen durch die vollständige Eingliederung des Sportwagengeschäfts von Porsche mit Kostenvorteilen von rund 700 Millionen Euro jährlich. Deshalb strebt VW eine zügige Fusion an. "Wir versuchen, den integrierten Automobilkonzern so schnell wie möglich zu vollenden", hatte VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch am Dienstagabend gesagt.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass beide Autobauer ein Schlupfloch in der Besteuerung von Unternehmenszusammenschlüssen nutzen und daher bereits in den nächsten Monaten die Eingliederung der Porsche AG in das VW-Reich besiegeln könnten. Der Wolfsburger Konzern hält bereits knapp 50 Prozent an der Porsche AG. Der Rest wird von der Porsche Holding gehalten, die wiederum gut die Hälfte der Stimmrechte an VW kontrolliert.

 
Click!
pixel