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Schweizer Börse: Auf die Pharmawerte ist Verlass
Kursgewinne der Pharma- und Nahrungsmitteltitel haben der Schweizer Börse am Mittwoch zu einem festeren Schluss verholfen.
Händler erklärten, schlechte Konjunkturzahlen und enttäuschende Nachrichten von zyklischen Firmen hätten die Anleger in die Aktien von krisenresistenten Unternehmen getrieben. Firmen wie Nestle, Roche und Novartis haben im Leitindex ein grosses Gewicht, sodass sich die Schweizer Börsen vom negativen Trend an anderen europäischen Handelsplätzen abkoppeln konnte.
Der Leitindex SMI schloss um 0,4 Prozent höher bei 5945 Punkten. Der breite SPI gewann 0,5 Prozent auf 5532 Punkte.
Händler erklärten, die Angst vor einer Eskalation der Euro-Schuldenkrise laste auf der Stimmung am Markt. Vor den Parlamentswahlen in Griechenland am Wochenende wollten sich die Anleger nicht exponieren. "Die Märkte sind sehr nervös und illiquide. Da braucht es nicht viel, und wir bewegen uns in die eine oder andere Richtung", sagte ein Händler. Schwache US-Konjunkturdaten und der bevorstehende grosse Eurex-Verfall trübten die Stimmung zusätzlich. Die Einzelhändler in Amerika mussten im Mai den zweiten Monat in Folge Umsatzeinbussen hinnehmen.
Als Marktstützen erwiesen sich die Titel der Pharmafirmen Novartis und Roche, die jeweils rund ein Prozent vorrückten. Auch die Aktien des Lebensmittelkonzerns Nestle legten 0,7 Prozent zu. Die Titel des Aromenherstellers Givaudan gingen 0,6 Prozent fester aus dem Handel.
Auch die Aktien der Banken verzeichneten mehrheitlich steigende Kurse. Credit Suisse gewannen 0,3 Prozent, UBS 0,6 Prozent. Die in den vergangenen Tagen gesuchten Anteile des Vermögensverwalters Julius Bär büssten dagegen 0,2 Prozent ein.
Die Aktien von Synthes gewannen an ihrem letzten Handelstag 0,2 Prozent. Das Medizintechnikunternehmen wird vom US-Pharmakonzern Johnson & Johnson übernommen. Am Donnerstag ändert sich deshalb auch die Zusammensetzung der Börsenindizes. Im Bluechip-Index SMI ersetzt Geberit Synthes. Sika rückt im SLI nach und DKSH im SMIM.
Die Aktien von zyklischen Firmen wie Adecco, Richemont und Rieter lagen klar im negativen Terrain. ABB büssten 1,7 Prozent ein. Händler sagten, ein Bericht des "Wall Street Journal", der Finanzinvestor CVC wolle seine Beteiligung an Elster verkaufen, belaste die Titel. Der Elektrotechnikkonzern werde neben Siemens als möglicher Käufer für die Messtechnikfirma gehandelt. Ein ABB-Sprecher wollte sich zu dem Bericht nicht äussern.
Anleihen21:55
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