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Reuters
15.06.201218:34 Uhr

Schweizer Börse schließt knapp im Plus

Spekulationen auf eine abgestimmte Aktion der Notenbanken haben am Freitag die Schweizer Börse vor einem Abgleiten ins Minus bewahrt.

Gesucht waren vor allem Finanzwerte. Wie Insider der G20-Staaten der Nachrichtenagentur Reuters sagten, wollen die Zentralbanken die Finanzmärkte notfalls stabilisieren, falls es nach den Wahlen in Griechenland zu Turbulenzen kommen sollte. Um eine Kreditklemme zu verhindern, wollen die Währungshüter die Finanzmärkte mit reichlich Liquidität versorgen.

Der Leitindex SMI schloss um 0,1 Prozent höher bei 5912 Punkten. Der breite SPI rückte ebenfalls 0,1 Prozent auf 5503 Zähler vor. Der Handel blieb trotz des grossen Eurex-Verfalls sehr ruhig. Vor den griechischen Wahlen, die als Votum über den Verbleib des Landes in der Eurozone betrachtet werden, wollte niemand Risiken eingehen. Die Zurückstufung von Frankreichs Bonität durch die Ratingagentur Egan Jones und einiger niederländischer Banken durch Moody's sowie überraschend schwache US-Konjunkturdaten bremsten die Anlager zusätzlich.

Die Credit Suisse-Aktien gewannen nach dem Kurssturz am Vortag vier Prozent. Händler sprachen von Deckungskäufen und Schnäppchenjägern nach dem als übertriebenen eingestuften Kursabschlag. Auslöser für den fast elfprozentigen Absturz am Donnerstag war die Einschätzung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gewesen, die Grossbank müsse ihr Kapital noch in diesem Jahr erhöhen.

Die Aktien von Konkurrent UBS stiegen um 1,5 Prozent. Die Titel der Vermögensverwalter Julius Bär und Vontobel hingegen zogen an. Mehrheitlich höhere Kurse verzeichneten die Versicherungswerte.

Die Anteile der als krisenresistent geltenden Konzerne Nestle und Roche verbuchten leichte Verluste. Die britische Behörde NICE lehnte die Kostenübernahme für Roches Hautkrebsmedikament Zelboraf vorläufig ab. Es sei unklar, inwieweit die Pille, die wöchentlich 1750 Pfund kostet, zum langfristigen Überleben der Patienten beiträgt, beschied NICE.

Die Aktien zyklischer Firmen setzten meist zu einer Erholung an. ABB aber gaben knapp ein Prozent nach, was Händler auf den Verfall zurückführten. Dagegen zogen Adecco, Clariant, Swatch und Sulzer kräftig an.

Holcim wuren ein Prozent höher gehandelt. Händler verwiesen auf einen Bericht der indischen Zeitung "The Economic Times", wonach der Zementkonzern mit Jaiprakash Associates über den Kauf von drei Zementanlagen für rund 1,6 Milliarden Dollar spreche.

 
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