UEFA Champions & Europa League

Reuters/hahn
12.06.201216:44 Uhr

Das bewegt die Märkte: Vorbereitungen auf den GrEXIT

Die Angst vor einer Ausbreitung der Schuldenkrise lässt die Anleger an den europäischen Aktienmärkten nicht zur Ruhe kommen. Neben den Krisenherden Spanien und Griechenland rückt Italien immer stärker in den Fokus der Investoren.

Die verhaltene Tendenz an den Börsen mochten Händler aber nicht unbedingt fundamental begründen. "Vielleicht hängt das mit dem großen Verfall am Freitag zusammen", mutmaßte einer von ihnen. Am letzten Handelstag der Woche werden an den Terminmärkten Optionen und Future auf Aktien und Indizes fällig. Im Vorfeld sorgt dies häufig für Verwerfungen, da Anleger versuchen, die Kurse in eine für sie günstige Ausgangslage zu bringen.

Für Unruhe sorgten Äußerungen von Finanzministerin Maria Fekter, die am Montagabend in einem Fernsehinterview nicht ausschloss, dass auch Italien Finanzhilfen der Euro-Partner in Anspruch nehmen könnte. Am Dienstag ruderte die Ministerin allerdings zurück und erklärte, sie habe keine Anzeichen dafür, dass Italien einen Antrag auf EU-Rettungshilfen stellen könnte. Dabei stehen die italienischen Anleihen angesichts schwacher Konjunkturdaten ohnehin schon stark unter Druck. "Vor allem Hedgefonds haben, wie zu hören ist, massive Positionen aufgebaut, die gestern die italienischen Renditen schon deutlich ansteigen ließen", erklärte Helaba-Analyst Christian Schmidt. An den Rentenmärkten ging der Ausverkauf bei den spanischen und italienischen Aktien am Dienstag denn auch weiter. Entsprechend zogen die Renditen wieder an.

Wie ein Damokles-Schwert hängt Händlern zufolge die Griechenland-Wahl am kommenden Sonntag über den Märkten. "Die Anleger scheinen sich darauf einzustellen, dass Griechenland danach aus der Euro-Zone fliegt", sagte ein Händler. Wenige Tage vor den Parlamentswahlen liegen die Gegner und Befürworter der harten Sparmaßnahmen, die Griechenland im Gegenzug für die Gelder der Euro-Partner einführen soll, Umfragen zufolge Kopf an Kopf.

 
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