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Das bewegt die Märkte: Alles wartet auf den Sonntag
Angesichts der bevorstehenden Wahl in Griechenland und des Großen Verfalls am Terminmarkt machen Anleger einen Bogen um den Aktienmarkt.
Vor dem sogenannten "Hexensabbat" am Freitag wollen die Investoren keine großen Positionen aufbauen, sagten Händler. An dem Tag werden Optionen und Future auf Aktien und Indizes fällig, was leicht zu Verwerfungen führen kann.
"Das Top-Thema bleibt jedoch die Sorge um die weitere Entwicklung der Euro-Schuldenkrise - allen voran die näher rückende Wahl in Griechenland und der drohende Austritt aus der Euro-Zone", schrieben die Analysten der LBBW. Den Umfragen zufolge liegen unter den Parteien die Befürworter und Gegner der Sparpakete vor den Wahlen am Sonntag etwa gleichauf. Börsianer erklärten damit auch die dünnen Umsätze an den Aktienmärkten: "Kein Händler möchte am Sonntagabend erkennen, dass er die Lage falsch eingeschätzt hat, und dass er am Montag seinen Stuhl räumen muss", sagte Marktstratege Lars Kremkow von Activtrades. Im DAX betrug der Umsatz am Mittwoch lediglich 2,8 Milliarden Euro, während der Durchschnitt in den vergangenen 90 Tagen bei rund 3,3 Milliarden Euro gelegen hatte.
Auch eine Anleihe-Auktion Italiens sorgte für Nervosität. Trotz der Reformbeteuerungen der Regierung musste das hoch verschuldete Land den Investoren die höchsten Zinsen seit Dezember zahlen. Die durchschnittliche Rendite für einjährige Anleihen stieg auf knapp vier Prozent, nach zuletzt rund 2,3 Prozent. Regierungschef Mario Monti wies Spekulationen zurück, dass Italien als nächstes Euro-Land auf Finanzhilfen angewiesen sei.
Um die als sichere Anlage geltenden Bundesanleihen machen große Vermögensverwalter wegen der Schuldenkrise mittlerweile ebenfalls einen Bogen. "Deutschland verliert durch die zunehmenden Risiken an Qualität", sagte Andrew Bosomworth, Fondsmanager und Deutschland-Chef von Pimco.
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