UEFA Champions & Europa League

APA
13.06.201218:23 Uhr

Starr vor Angst: Europas Börsen schließen richtungslos

Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch ohne eindeutige Tendenz aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 behauptet sich gut mit einem Miniaufschlag von 0,12 Einheiten oder 0,01 Prozent auf 2.143,50 Zähler.

Nach einem freundlichen Handelsauftakt - gestützt durch positive Vorgaben aus Übersee und Hoffnungen auf konjunkturstützende Maßnahmen der US-Notenbank Fed - gaben die Märkte ihre Gewinne nach der italienischen Staatsanleihen-Auktion wieder ab. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone musste für eine Einjahresanleihe 3,97 Prozent an Zinsen bieten und damit deutlich mehr als die bei der letzten vergleichbaren Auktion fälligen 2,34 Prozent.

Händler verwiesen auch auf die Unsicherheit vor den Neuwahlen am Wochenende in Griechenland und vor dem "Hexensabbat" am Freitag, an dem mehrere wichtige Futures auf Indizes und Rohstoffe fällig werden. Nach einem seitwärts gerichteten Handel um die Nulllinie rutschten die meisten Märkte nach mäßigen US-Einzelhandelsumsätzen, die erwartungsgemäß im Mai um 0,2 Prozent zurück gingen, am frühen Nachmittag weiter ab. Gegen 16.00 Uhr sprangen die Kurse kurzfristig ins Plus, schlussendlich gingen einige Börsen aber mit Verlusten aus dem Handel.

Von Unternehmensseite glänzte der Bekleidungshersteller Inditex mit Zahlen. Der Umsatz konnte im ersten Quartal um 15 Prozent auf 3,4 Mrd. Euro gesteigert werden. Die Titel sprangen um 11,57 Prozent auf 75,40 Euro an und waren damit unangefochtener Spitzenwert im Euro-Stoxx-50. Dahinter zogen Generali um 3,01 Prozent auf 9,235 Euro hoch.

Gut gesucht waren auch die Aktien der deutschen Energieriesen E.ON (plus 1,85 Prozent auf 14,89 Euro) und RWE (plus 0,82 Prozent auf 28,995 Euro). Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete heute, dass die beiden Versorger die Bundesrepublik Deutschland auf 15 Mrd. Euro Schadenersatz im Zuge des Atomausstiegs klagen wollen.

Nachdem sich gestern eine Abkühlung am chinesischen Automarkt abgezeichnet hatte, waren Autobauer auf der Verliererliste zu finden. Daimler büßten 2,10 Prozent auf 34,265 Euro ein, Volkswagen gaben um 1,81 Prozent auf 122,05 Euro nach und BMW verloren 1,31 Prozent auf 57,81 Euro.

 
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