UEFA Champions & Europa League

Reuters
04.06.201219:07 Uhr

In Zürich war heute nichts zu holen - SMI verliert erneut

Die Angst vor einer Eskalation der Euro-Schuldenkrise und einer Abschwächung der Weltwirtschaft hat der Schweizer Börse am Monta

Händler beschrieben die Stimmung als sehr schlecht. Die Umsätze hielten sich gleichwohl in Grenzen - auch wegen des Thronjubiläum-Feiertags in Grossbritannien. Der SMI schloss 1,11 Prozent schwächer auf dem neuen Jahrestief bei 5713,34 Zählern. Der breite SPI verlor ebenfalls 1,1 Prozent auf 5326 Zähler.

Die Konjunktursorgen bekamen am Nachmittag durch die im April überraschend eingebrochen US-Industrieaufträge neue Nahrung. Gespannt warten die Händler nun auf neue Wirtschaftszahlen, etwa die Einkaufsmanagerindizes der Eurozone und der USA oder den Konjunkturbericht "Beige Book" der amerikanischen Notenbank Fed am Mittwoch. Für Unsicherheit sorgen auch neue Diskussionen in Schweizer Medien über die von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) festgelegte Euro-Kursuntergrenze von 1,20 Franken. Eine Aufgabe des Mindestkurses würde Exportfirmen in Existenznöte bringen, warnte der Wirtschaftsverband Economiesuisse am Montag. Wirtschaft und Politik müssten sich geschlossen hinter die SNB stellen, die den Mindestkurs mit allen Konsequenzen durchzusetzen versprochen hat.

Mit einer Ausnahme schlossen alle Standardwerte schwächer. Bei den schwächeren Bankaktien hielten sich die Anteile der Credit Suisse mit einem nur leichten Abschlag vergleichsweise gut. UBS verloren 1,9 Prozent und Julius Bär sanken um 1,8 Prozent.

Die CS-Aktien waren im Eröffnungsgeschäft zunächst auf ein Jahrestief bei 18,15 Franken gesunken, hatten sich dann aber wieder erholt. Der Titel war am Freitag aus dem Stoxx50 Index gefallen und durch die Anteile von Reckit Benckiser ersetzt worden.

Die Versicherungswerte verzeichneten mehrheitlich Einbussen. Zurich verloren fast 1,5 Prozent und Swiss Re sackten fast drei Prozent ab. Die anhaltend tiefen Zinsen und die Euro-Schuldenkrise lasten nach Einschätzung von Händlern auch auf den Versicherungen.

Bei den als defensiv geltenden Pharmaschwergewichten verloren Novartis knapp ein Prozent. Roche hielten sich mit einem Minus von 0,5 Prozent besser. Der experimentelle Roche-Wirkstoff T-DM1 verzögert einer Studie zufolge die Ausbreitung von gewissen Brustkrebsarten. Biotechwert Actelion fiel um 2,7 Prozent.

Die Aktien zyklischer Firmen litten unter den Konjunktursorgen. ABB, Adecco und Fischer verloren gut ein Prozent, Clariant, Holcim und Sulzer gaben rund zwei Prozent nach. Die Angst vor einer stärkeren Abschwächung in China lastete erneut auf den Aktien von Richemont und Swatch, die mehr als eineinhalb Prozent nachgaben. Nestle verloren 0,6 Prozent.

 
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