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Reuters
05.06.201218:19 Uhr

Schweizer Börse: SMI schafft kleines Plus

Nach einem Zwischenhoch im späten Geschäft hat die Schweizer Börse am Dienstag die Gewinne zum Schluss wieder abgeben müssen und sich gerade noch in der Pluszone halten können.

Leicht besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA hatten den Markt vorübergehend Auftrieb verliehen. Doch von der US-Börse kam keine Unterstützung. Dort spielte die Nachrichten aus Spanien eine grössere Rolle. Die Märkte seien zu den derzeitigen Zinsen de facto für Spanien nicht mehr zugänglich, sagte Finanzminister Cristobal Montoro.

Die Hoffnung auf Maßnahmen der sieben größten Industrienationen (G7) zur Krisenbekämpfung vermochten die Märkte gegen Ende des Tages nicht zu beflügeln. Nach Angaben des japanischen Finanzministers Jun Azumi haben sich die G7-Länder darauf geeinigt, die Probleme in Griechenland und Spanien gemeinsam anzugehen.

Die Umsätze fielen gering aus - auch weil die Börse in London wegen des 60-jährigen Thronjubiläums der englischen Königin wie bereits am Montag geschlossen war.

Der SMI schloss 0,02 Prozent fester auf 5714,57 Punkten. Der breite SPI gewann 0,08 Prozent auf 5329,89 Zähler zu.

Unter Standardwerten zählten die Aktien des Luxusgüterherstellers Richemont mit einem Anstieg von 1,5 Prozent zu den Gewinnern. Swatch gewannen 0,7 Prozent. Die beiden Uhrenproduzenten waren nach Ansicht von Händlern wegen Sorgen über die chinesische Wirtschaft zuletzt übermässig stark unter Druck geraten.

Auch die Anteile zyklischer Firmen wie ABB, Adecco und Holcim setzten nach den jüngsten Einbussen zur Erholung an und zeigten sich etwas fester. Oerlikon holten mit einem Kursanstieg von fast drei Prozent einen Teil der Vorwochenverluste auf. Spitzereiter im SMI waren Clariant mit einem Plus von 2,4 Prozent.

Die Anteile der wenig konjunkturanfälligen Firmen Novartis und Roche legten leicht zu. Nestle aber ermässigten sich um 0,55 Prozent.

Die Aktien der Banken drehten im Verlauf nach oben. Der Titel der Credit Suisse stieg 0,6 Prozent. Die Papiere der UBS gewannen 0,1 Prozent. Einen kleinen Gewinn verzeichneten auch Bank Bär. Bei den uneinheitlich tendierenden Versicherungen legten die Aktien von Swiss Life 0,3 Prozent zu, Zurich und Swiss Re aber verloren rund ein halbes Prozent. EFG International verloren vier Prozent.

Einen Kurssprung von fast acht Prozent verzeichnete die Aktie von Burckhardt. Der Kompressorenhersteller steigerte im Geschäftsjahr 2011/12 den Gewinn stärker als erwartet und will die Dividende auf 7,0 von 5,0 sfr je Aktie erhöhen. die Titel von Georg Fischer und Sulzer legten zu.

 
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