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02.06.201223:11 Uhr

Schweizer Börse: Krisenängste so weit das Auge reicht

  • Überraschend schwache Konjunkturdaten haben am Freitag der Schweizer Börse zugesetzt.

Dazu gesellte sich die Sorge über die nicht absehbaren Folgen der Euro-Schuldenkrise. Bei anziehenden Umsätzen büssten die Aktien auf breiter Front Terrain ein.

Händler sprachen von einer düsteren Stimmung am Markt. "Die Anleger haben genug vom ewigen Hin und Her", sagte ein Börsianer. "Die Leute sind inzwischen derart pessimistisch, dass eine Ende Schwäche eigentlich bevorstehen müsste", sagte ein anderer Händler.

Der SMI schloss um 1,2 Prozent schwächer mit 5777 Punkten, nachdem der Leitindex vorübergehend bis auf ein Jahrestief von 5752 Zähler abgerutscht war. Der breite SPI fiel um 1,3 Prozent auf 5386 Punkte. Spekulationen über neue Konjunkturhilfen der US-Notenbank Fed sorgten nur vorübergehend für eine leichte Erholung.

Die grössten Verluste verbuchten die Aktien der beiden Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch mit Abschlägen von 6,1 und 4,7 Prozent. Die beiden Titel reagieren sehr sensibel auf schlechte Nachrichten aus China.

Auch die Titel anderer zyklischer Firmen wie Clariant, Sulzer oder Fischer verzeichneten Einbussen von vier Prozent und mehr. ABB verloren 0,5 Prozent und Holcim fielen um 1,9 Prozent. Der enttäuschende US-Arbeitsmarktbericht drückte die Aktien des weltweit grössten Arbeitskräftevermittlers Adecco 2,2 Prozent ins Minus.

Die Aktien der Banken hielten sich bei insgesamt geringen Kursausschlägen vergleichsweise gut. Die Titel der UBS sanken um 0,5 Prozent, während Credit Suisse und Julius Bär sogar leicht zulegten. Die Versicherungswerte gaben überwiegend nach, wobei Swiss Re mit 3,5 Prozent Abschlag auffielen.

Die als krisenresistent geltenden Pharmatitel Novartis und Roche sowie des Lebensmittelriesen Nestle konnten sich dem negativen Trend nicht entziehen und wurden jeweils um rund ein Prozent tiefer bewertet.

Reuters

 
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