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28.05.201211:17 Uhr

Andreas Kern, Wikifolio

  • Ein Portät.

Die Idee ist reizvoll: Selbst mit nur wenigen hundert Euro kann man nahezu gebührenfrei erfolgreichen Anlagestrategien anderer User folgen. Wikifolio nennt Gründer und CEO Andreas Kern, 38, sein Portal, das im Juni offiziell starten wird.

„Wir bringen frischen Wind in die Branche der Finanzdienstleister“, freut sich der ausgebildete Wiener Börsenhändler und ehemalige Paybox- Geschäftsführer. Bei Wikifolio können private Trader ihre virtuellen Aktienportfolios ähnlich wie bei einem Börsenspiel verwalten. Sobald sich zehn Anleger an einem erfolgreichen Portfolio interessiert zeigen, wird von der deutschen Lang&Schwarz-Gruppe ein echtes, frei handelbares Indexzertifikat aufgelegt, das den Veränderungen des Trader-Portfolios in real time folgt.

Kern: „Auf diese Weise werden wir Tausende neue Finanzprodukte emittieren.“ Der Vorteil: Die Trader – und natürlich auch Wikifolio – sind am Erfolg ihrer Follower beteiligt und können so ihre eigene Rendite praktisch verdoppeln. Ein Konzept, das die Verlagsgruppe Handelsblatt überzeugte. Über ihren Inkubator VHB digital stiegen sie mit knapp unter 30 Prozent bei Wikifolio ein, auch der ehemalige Holtzbrinck-Manager Michael Grabner sowie einige kleinere Business-Angels sind mit an Bord.

Drei Millionen Euro stecken bereits in Wikifolio; in zwei Jahren sollen bis zu eine Milliarde Euro an Anlegergeldern indirekt verwaltet werden. Nach Deutschland und Österreich folgt der gesamteuropäische Markt. Auf einen raschen Exit schielt Kern dabei nicht: „Reich zu werden ist kein Antrieb für mich, auch wenn ich weiß, dass ich nach einem Verkauf sicher nicht mehr arbeiten müsste. Ich möchte einfach nur zeigen, dass meine Idee funktioniert.“

 
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