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Jakob Arnim-Ellissen
30.06.201414:13 Uhr
Erfolgreiche Jungunternehmer

Erfolgreiche Jungunternehmer

  • Die besten Jungunternehmer Österreichs überzeugten beim großen JUNIOR-Finale mit innovativen Produkten aus regionaler und nachhaltiger Produktion.

Für das JUNIOR-Unternehmen HerbariX war dieser Sieg ein erfolgreicher Jahresabschluss. Für die Jungunternehmer des BG/BRG Stainach war er aber vielleicht erst der Anfang einer erfolgreichen Karriere.

Denn ihr natürlicher Kräutersirup überzeugte nicht nur die Fachjury beim Österreich-Finale der JUNIOR-Aktion. An dem innovativen Naturprodukt sind längst auch große Handelsketten interessiert. Die Schülerinnen und Schüler könnten mit ihrer Kreation aus verschiedenen regionalen Kräutern also bald die heimischen Supermärkte erobern.

Im Rahmen von JUNIOR gründeten im heurigen Schuljahr rund 2.100 Schüler mehr als 180 echte Unternehmen mit Produkten und Dienstleistungen aus den verschiedensten Bereichen. Begleitet wurde das Projekt von der FORMAT-Aktion "Schule macht Wirtschaft“, die eine Verbindung zu Experten aus der Wirtschaft herstellte. Hochrangige Vertreter der Kooperationspartner Wirtschaftskammer, A1 Telekom, Coca-Cola und Wien Energie begleiteten ausgewählte Jungunternehmen bei ihren ersten Schritten in der realen Wirtschaftswelt.

Nachhaltiger Sieg

Beim Österreich-Finale der JUNIOR-Aktion stellten sich die jeweiligen Landessieger dem Urteil der Fachjury. Insgesamt fünf Preise wurden vergeben. Gesamtsieger HerbariX überzeugte die Jury mit starkem regionalen Bezug und nachhaltiger Produktion, aber eben auch durch die langfristigen Erfolgsaussichten. Jury-Mitglied Friederike Sözen von der Wirtschaftskammer: "Projekte wie HerbariX sind keine Eintagsfliegen. Sie haben bereits Anfragen von Vertriebspartnern.“ Die Kräutersiruphersteller werden Österreich demnächst beim Europafinale in Estland vertreten.

Den zweiten Platz sicherte sich Empera Design. Die drei Jungunternehmer des Wiener Billroth Gymnasiums wollen ihre minimalistischen Lederbrieftaschen ebenfalls über das JUNIOR-Projekt hinaus weitervertreiben. Sie gewannen außerdem den mit 500 Euro dotierten Spezialpreis für Innovation, der von der Unternehmensberatung Accenture vergeben wird.

Der dritte Platz und der zweite Spezialpreis gingen an Senfwelt. Das von Schülern der LFS Hollabrunn gegründete Unternehmen wurde durch den von Microsoft Österreich gestifteten und mit 1.000 Euro dotierten Preis für Unternehmenskultur und Unternehmensverantwortung ausgezeichnet.

Auch die weiteren Finalisten machten bei Jury und Experten Eindruck. Die drei Topmanager Hannes Ametsreiter (A1 Telekom) Philipp Bodzenta (Coca-Cola) und Robert Grüneis (Wien Energie) haben als Experten der FORMAT-Aktion "Schule macht Wirtschaft“ einen besonderen Einblick in die JUNIOR-Projekte erhalten. Und sie sind vom großen Potenzial der Jungunternehmen überzeugt.

"Man hatte bei allen Final-Präsentationen das Gefühl, das könnte im realen Wirtschaftsleben funktionieren“, so Coca-Cola-Marketingchef Bodzenta. A1-General Ametsreiter rät den Jungunternehmern, bei der weiteren Umsetzung ihrer Projekte konkrete Ziele festzulegen: "Es gehören viel Engagement und ein langer Atem dazu, denn in den seltensten Fällen gibt es einen Start-Ziel-Sieg im Business-Leben.“ Wien-Energie-Geschäftsführer Grüneis betont, dass vor allem bei längerfristigen Projekten die Begeisterung aufrechterhalten werden muss: "Es ist wichtig, dass neben dem wirtschaftlichen Erfolg der Spaß an der täglichen Arbeit nie vergessen wird.“

Unternehmertum fördern

Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl war als Experte im Einsatz und auch beim Finale vor Ort. Sein persönliches Highlight: Der Besuch im Wiener Sonderpädagogischen Zentrum Holzhausergasse. "Trotz schwierigster Ausgangssituation haben die Schüler durch das Projekt gelernt, an gemeinsamen Zielen zu arbeiten, sich gegenseitig zu motivieren, Konflikte zu lösen und sich zu präsentieren“, so Leitl. Wenig überraschend, dass er JUNIOR gerne in noch mehr Schulen sehen würde: "Das ist die beste Förderung von Beschäftigungsfähigkeit und Unternehmertum.“

 
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