Geld & Service

03.06.201211:12 Uhr
Die Goldrally ist noch lange nicht vorbei

Die Goldrally ist noch lange nicht vorbei

  • Goldbarren sind der Inflationsschutz schlechthin. Die Verschärfung der Euro-Schuldenkrise lässt Nachfrage wieder steigen.

Die historisch niedrigen Zinsen bei sicheren Staatsanleihen und ein Mangel an Alternativen treibt immer mehr Investoren in Goldinvestments.

Gold gilt als die Anlageform für Krisenzeiten. Da war es nur eine logische Folge, dass sich die Feinunze mit der vermeintlichen Entspannung der Schuldenkrise wieder verbilligte. Seit Anfang 2012 gab der Kurs um rund zehn Prozent nach. Ronald Stöferle, Goldexperte der Erste Bank, hält diese Korrektur für eine normale Entwicklung, die mit einem Abbruch der Goldrally nichts zu tun hat: "Das Ende des Bullenmarkts kann erst verkündet werden, wenn die Realzinsen - also Zinsen abzüglich der Inflation - wieder positiv sind. Generell ist es sinnvoll, rund zehn Prozent des Vermögens in Gold zu halten.“

Günstige Chance zum Einstieg

Die aktuelle Marktbereinigung bietet die Möglichkeit zu günstigen Zukäufen. Mit der Zuspitzung der Schuldenkrise und angesichts der drohenden Inflation dürfte die Goldschwäche nämlich bald der Vergangenheit angehören. Rudolf Brenner, Chef des Onlinegoldhandels Philoro.at: "Anleger, die auf Nummer sicher gehen wollen, fahren mit Goldmünzen oder Barren in kleinen Mengen am besten.“ In der Regel liegen die Spesen zwischen drei und zehn Prozent des Gesamtwerts.

Tipp: Das Bankhaus Schelhammer & Schattera verzichtet generell beim Goldverkauf auf das Körberlgeld. Neben physischem Gold können sich Anleger auch mit Edelmetallfonds und ETCs vor einer Teuerung schützen. Der größte Anbieter von Gold-ETCs ist etf Securities (www.etfsecurities.com).

Carolina Burger, Thomas Martinek

 
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