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25.05.201213:37 Uhr

Bei "GrEXIT" wären türkische Banken die größten Gewinner

  • Türkische Regierung hofft auf Mittelzuflüsse aus Griechenland. Hiesige Banken sind nicht auf dem EU-Radar.

Im Falle eines Austritts Griechenlands aus dem Euroraum könnten griechische Sparguthaben in die Türkei verlagert werden. Damit rechnen türkische Regierungsvertreter, wie JPMorgan in einem Bericht mitteilte.

Die Euro-Schuldenkrise trägt mitunter ungewöhnliche Blüten. Die eher verfeindete Türkei hofft nun auf griechische Geldtransfers zu türkischen Banken. Die Offiziellen “hoffen, dass es einige Mittelflüsse von Griechenland in die Türkei geben könnte”, erklärte JPMorgan- Ökonom Yarkin Cebeci in Istanbul. “Die türkischen Banken gelten als stark und als nicht auf dem Radar der Europäischen Zentralbank und der EU-Führung, die die griechischen Gelder in anderen Eurozone-Staaten verfolgen könnten.”

Der Bericht wurde den Angaben zufolge nach Treffen mit Vertretern von Regierung und Notenbank der Türkei verfasst, die am 21. und 22. Mai stattfanden.

Belgien macht Druck

Belgien drängt die Notenbanken und Unternehmen in Europa unterdessen, sich auf einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone vorzubereiten. Es sei ein großer Fehler, wenn dies nicht geschehe, sagte Vize-Regierungschef Didier Reynders am Freitag vor dem Europäisch-Amerikanischen Presseclub in Paris.

"Es gibt auf der europäischen Ebene keine geordnete Diskussion zu Fragen wie: was tun wir in einem solchen Fall. Wenn die Notenbanken und unternehmen sich nicht auf ein solches Szenario vorbereiten, wäre dies ein schwerer professioneller Fehler."

Agenturen/hahn

 
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