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24.05.201208:21 Uhr

Deutschland bleibt die Wachstumslokomotive in Europa

  • Trotz sinkender Investitionen in Maschinen und Gebäude ist die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal kräftig gewachsen.

Boomende Exporte und kauffreudige Verbraucher ließen das Bruttoinlandsprodukt von Januar bis März um 0,5 Prozent zum Vorquartal steigen, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Ende 2011 war die Wirtschaft noch um 0,2 Prozent geschrumpft - zum ersten Mal seit fast drei Jahren.

"Positive Impulse kamen vor allem von den Exporten", schrieben die Statistiker. Die Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen legte um 1,7 Prozent zu. Die privaten Konsumausgaben wuchsen um 0,4 Prozent, während der Staat 0,2 Prozent mehr konsumierte. Dadurch wurden schrumpfende Investitionen mehr als ausgeglichen. Die Unternehmen gaben 0,8 Prozent weniger für Ausrüstungen wie Maschinen, Geräte und Fahrzeuge aus. In Gebäude wurde sogar 1,3 Prozent weniger investiert, wozu der Wintereinbruch im Februar beigetragen haben dürfte. Wegen Schnee und Frost konnte wochenlang an vielen Baustellen nicht gearbeitet werden.

Aufschwung dürfte weiter gehen

Die deutsche Wirtschaft kann mit einem anhaltenden Aufschwung rechnen. "Der konjunkturelle Aufwind könnte im Frühjahr in der Grundtendenz erhalten bleiben", schrieb die deutsche Bundesbank jüngst in ihrem Monatsbericht. Von der exportabhängigen Industrie dürften wegen der Rezession in vielen Euro-Ländern zwar kaum Impulse kommen. "Ein signifikanter Wachstumsbeitrag ist demgegenüber vom Bau zu erwarten", sind sich die Bundesbanker sicher. "Die ausgesprochen gute Lage am Bau strahlt überdies auf andere Wirtschaftsbereiche aus." Davon dürften insbesondere das Handwerk und baunahe Dienstleister profitieren. "Hinzu kommen Konsumausgaben im Zusammenhang mit dem Bezug neuer Wohnungen und Eigenheime."

Die deutsche Bundesregierung rechnet bislang mit einem Wachstum von 0,7 Prozent für 2012. Die meisten Experten gehen aber inzwischen davon aus, dass wegen des starken Jahresauftakts eine Eins vor dem Komma stehen wird.

Reuters

 
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