Meinung

18.05.201211:25 Uhr

Geldtipp der Woche: Flexibler Mischfonds mit physischem Gold

In den vergangenen Tagen haben Anleger wieder einmal schmerzhaft erfahren müssen, wie schnell sich der Wind an den Börsen dreht. Da ist es doch beruhigend, wenn das Geld in so renommierten Händen wie denen von Bert Flossbach liegt.

Der Mitbegründer des Kölner Vermögensberaters Flossbach von Storch wurde zum Beispiel kürzlich vom deutschen Anlegermagazin "Euro“ zum Fondsmanager des Jahres 2012 gewählt. Ein Flaggschiffprodukt ist der Flossbach von Storch Multiple Opportunities (ISIN LU0323578657). Dieser flexible Mischfonds hat seit Start im Herbst 2007 einen Gesamtgewinn von 51,5 Prozent erzielt, während vergleichbare Fonds 10,6 Prozent ins Minus rutschten. Diese Performance spricht sich offensichtlich schnell herum, der Fonds hat sich mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro bereits zu einem Schwergewicht entwickelt.

12,5 Prozent Edelmetall

Fondsmanager Flossbach hat sich zwar als Messlatte ein reines Aktiendepot gesetzt, in der Praxis schaffte er aber in den vergangenen Jahren das Kunststück, bei den Erträgen wesentlich höher zu liegen als mit Aktien und beim Risiko deutlich darunter. Ein Erfolgsfaktor ist, dass die Aktienquote je nach Marktlage zwischen null und 100 variieren kann. Ende April lag der Aktienanteil mit 71,9 Prozent relativ hoch, bevorzugte Einzeltitel waren TAG Immobilien, Nestlé, Freenet, Siemens und Reckitt Benckiser. Eine Besonderheit des Fonds ist die hohe Gold- und Silberquote von 12,6 Prozent, davon liegt der größte Teil in physischer Form in Tresoren. 6,4 Prozent des Fondsvermögens bestehen aus Wandelanleihen.

Obwohl Flossbach in Deutschland schon in der Kategorie "Anlagestar“ rangiert, hält sich seine Bekanntheit in Österreich sehr in Grenzen. Das liegt auch daran, dass der Fonds hierzulande nicht zum öffentlichen Vertrieb zugelassen ist und das Fondshaus deshalb keine Werbung machen darf. Der Fonds kann aber von Anlegern ganz normal gekauft werden, zum Beispiel über die direktanlage.at. Der Fonds ist außerdem seit April 2012 steuerlich "weiß“ und damit heimischen Produkten gleichgestellt.

Fazit: Der FvS Multiple Opportunities ist ein Fonds, der hohe Erträge anstrebt, aber bisher das Abwärtsrisiko außergewöhnlich gut unter Kontrolle hielt.

- Martin Kwauka

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