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18.05.201206:56 Uhr

Hewlett-Packard setzt acht Prozent der Belegschaft vor die Tür

  • Wachstumseinbruch bei HP soll mit der Entlassung von bis zu 25.000 Mitarbeitern kompensiert werden.

Der US-Technologiekonzern Hewlett-Packard (HP) prüft den Abbau von bis zu 25.000 Stellen. Das erfuhr Bloomberg News aus informierten Kreisen. Die Zahl entspricht acht Prozent der Belegschaft. Mit dem Schritt wolle das Unternehmen seine Kosten senken, nachdem die Nachfrage nach Computern und auch nach Dienstleistungen zuletzt gesunken sei.

Allein 10.000 bis 15.000 Stellenstreichungen sollen den Angaben zufolge auf den Geschäftsbereich Enterprise Services Group entfallen, der IT-Dienste anbietet und unter einer sinkenden Profitabilität leide.

Meg Whitman (Bild), die den Konzern seit September führt, versucht, den Wachstumseinbruch umzukehren, der zur Entlassung ihres Vorgängers Leo Apotheker geführt hatte. Der PC-Absatz bei HP geht zurück, nachdem sich immer mehr potenzielle Kunden für einen so genannten Tablet-Computer - wie beispielsweise das iPad von Apple - entscheiden. Zudem war HP etwas langsam bei der Übernahme von Neuerungen, wie beispielsweise dem Cloud- Computing.

“Hewlett-Packard könnte die schwierige Entscheidung treffen und ankündigen”, dass die Mitarbeiterzahl reduziert wird, sagte Brian Marshall, Analyst bei ISI Group. Dies würde es ermöglichen, Mittel in “strategische, wachstumsstärkere Geschäftsbereiche zu investieren”. Wenn beispielsweise 18.000 Jobs abgebaut würden, hätte dies Einsparungen im Volumen von 1,2 Mrd. Dollar zur Folge, schätzt Marshall. Zudem würde der Gewinn je Aktie um 50 Cent jährlich steigen.

Michael Thacker, ein Sprecher des Unternehmens mit Sitz im kalifornischen Palo Alto, wollte zu den Informationen nicht Stellung beziehen. Ein Teil des Stellenabbaus könne auch darüber erfolgen, dass Mitarbeiter in den vorzeitigen Ruhestand geschickt werden, erklärten die informierten Personen. Ein entsprechendes Angebot könnten mehreren Tausend Mitarbeitern gemacht werden. Die Einsparungen könnten im Volumen von mehreren Milliarden Dollar liegen, hieß es.

HP arbeitet mit dem Beratungsunternehmen McKinsey zusammen, um einen entsprechenden Plan auszuarbeiten.

Bloomberg

 
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