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14.05.201218:49 Uhr

Moody's will kein Öl ins Feuer gießen

  • Moody’s Investors Service wird Pläne zur Herabstufung von über 100 Banken verschieben.

Die Ratingagentur begründet den Schritt mit den Handelsverlusten bei JP Morgan, deren Auswirkungen mehr Zeit zur Prüfung beanspruchten, ebenso wie mit der größeren Wahrscheinlichkeit eines Auseinanderbrechens der Eurozone. In diesem Sinn äußerte sich ein Vertreter der Ratingagentur am Montag inoffiziell gegenüber Bloomberg News.

Moody’s hatte am 13. April erklärt, mit der Herabstufung von Banken zu beginnen, darunter BNP Paribas, Frankreichs größte Bank, Deutsche Bank AG, Nummer eins der Branche in Deutschland. Auch JPMorgan und Morgan Stanley, beide aus New York, sollten bis Anfang Mai herabgestuft werden, hieß es damals.

Der Zeitplan für den Abschluss der Ratingprüfungen der Banken habe sich nicht geändert, erklärte Moody’s-Sprecherin Kirsten Knight am Montag. Diese solle bis Ende Juni abgeschlossen werden, schrieb Knight in einer E-Mail, ohne Angaben zum Zeitpunkt der ersten Herabstufung zu machen.

JPMorgan hat in der Vorwoche Verluste von etwa zwei Mrd.
Dollar im Handel berichtet. Spanien kündige in der Vorwoche an, die Kontrolle bei Bankia zu übernehmen. Bankaktien zählten in Europa am Montag zu den größten Verlierern, der Branchenindex Stoxx 600 Banks Index lag nachmittags 3,5 Prozent im Minus bei 128,86 Zählern - das war der tiefste Stand seit dem 9. Januar.

Bloomberg

 
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