Meinung

10.05.201213:28 Uhr

Geldtipp der Woche: Erfolgreiche Wetten auf
Biotech-Übernahmen

  • Biotech ist anders als 2000 eine profitable Branche.
  • Diesmal ist die Kursentwicklung keine Blase, sondern gut fundiert.

Im Jahr 2011 war Harald Kober der mit Abstand beste Aktienfondsmanager Österreichs: Sein Espa Stock Biotec (ISIN AT0000746755) erzielte in einem ausgesprochen schwierigen Aktienumfeld einen Gewinn von 12,9 Prozent. Seit Jahresbeginn 2012 geht der Höhenflug des Bioaktienfonds mit einem Plus von 18,9 Prozent munter weiter. Auch international gesehen ist die Performance spektakulär, wie ein Blick auf die Internetseite des Fondsportals morningstar.at zeigt. Es weitet sich nicht nur der Abstand zu anderen Biotech-Fonds aus, sondern auch zu Produkten aus sämtlichen anderen Veranlagungskategorien. Bei einem Vergleich der Rendite von weltweit über 10.000 Fonds im Zeitraum zwischen 9. Mai 2011 und 9. Mai 2012 liegt der Espa-Fonds auf Platz fünf.

Fusionen als Kurstreiber

Obwohl die Biotech-Unternehmen schon seit Jahren immer bessere Geschäfte machen, kamen die Aktienkurse bis vor kurzem nicht recht vom Fleck. Offensichtlich steckte vielen Anlegern der kurzfristige Hype rund um das Jahr 2000 in den Knochen, als Biotech-Aktien erst steil aufwärts schossen, um anschließend wie ein Stein nach unten zu fallen. Doch die Zeiten, als Biotech vor allem von Hoffnungen auf künftige Medikamente lebte, sind vorbei. Heute gibt es schon eine ganze Reihe von Kassenschlagern. Seit zwei Jahren honoriert auch die Börse die solide Entwicklung der Unternehmen. Auslöser dafür war eine Welle von Übernahmen, vor allem durch große Pharmaunternehmen. Diese leiden darunter, dass die Patente vieler wichtiger Arzneien auslaufen, und kaufen sich die fehlende Pipeline mit neuen Biotech-Produkten via Börse zu. So gesehen ist der Kauf des Espa Stock Biotec auch eine heiße Wette auf weitere Übernahmen.

Fondsmanager Kober setzt vor allem auf bekannte Unternehmen, die bereits fertige Präparate vermarkten. Zu den größten Positionen gehören Amgen, Alexion Pharmaceuticals, Celgene und Gilead. Über 90 Prozent des Fondsvermögens sind in den USA, dem ein deutigen Zentrum der Biotech-Branche, konzentriert.

Fazit: Biotech ist anders als rund um das Jahr 2000 eine profitable Branche. Diesmal ist die Kursentwicklung keine Blase, sondern gut fundiert.

- Martin Kwauka

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