News aus Wirtschaft und Finanzen

3.5.2012 16:32

"Ich gehe davon aus, dass die SNB die Grenze verteidigen wird"

  • Der Schweizer Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann hat sich klar für den Mindestkurs des Euro zum Franken ausgesprochen.

Der Euro notiert schon seit Wochen nur minimal über dem Mindestkurs von 1,2 Franken. Bislang fand noch kein echter Angriff des Marktes auf dieses Level statt.

"Ich gehe davon aus, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Grenze verteidigen wird", erklärte er in Brüssel nach einem Treffen mit Vertretern der Europäischen Union. Er sei sehr zuversichtlich und überzeugt davon, dass die Notenbank das Wechselkurs-Limit verteidigen werde, erklärte er.

Dies habe die SNB auch in der Vergangenheit klar gemacht. Die im vergangenen September eingeführte Euro-Untergrenze beträgt 1,20 Franken je Euro. Am Mittwoch hielt sich der Wechselkurs bei
1,2016 Franken je Euro.

SNB-Versprechen

Die SNB hatte versprochen, diese Untergrenze aufrecht zu erhalten. Wegen der Staatsschuldenkrise war die Schweiz für Investoren immer attraktiver geworden. Der Franken wird in Zeiten wirtschaftlicher oder politischer Verunsicherung als sicherer Hafen gesehen.

SNB-Präsident Thomas Jordan erklärte am 27. April, die Entscheidungsträger seien dazu bereit, weitere Maßnahmen zu ergreifen - sollte dies notwendig sein, um den Franken zu schwächen. Denn die Stärke der Landeswährung stelle eine große Herausforderung für die Wirtschaft der Schweiz dar.

Auch Schneider-Ammann verteidigte am Mittwoch in Brüssel die Einführung der Euro-Untergrenze. Dies sei eine absolute Notwendigkeit gewesen, erklärte er.

Bloomberg/hahn

3.5.2012 16:32
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