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27.04.201211:19 Uhr

Samsung erklimmt die Spitze

  • Durch den "Niedergang" von Nokia ist Samsung nun zum weltgrößten Handy-Hersteller aufgestiegen – und die Gewinne sind enorm.

Nachdem Samsung bereits Anfang April Eckdaten zum ersten Quartal 2012 gemacht hatte, sorgt am Freitag die Verkündigung des Gewinns in dem Zeitraum noch einmal für Furore: Mit 5,15 Billionen Won, umgerechnet 5,15 Milliarden Euro haben die Koreaner ein Rekordergebnis eingefahren.

Fast drei Viertel der Erträge steuerte dabei der Mobilfunk-Sektor bei, diese Sparte verdreifachte ihren Gewinn im Berichtszeitraum annähernd. Vor zwei Wochen hatte Samsung bereits eine Verdopplung des operativen Ergebnisses auf 5,8 Billionen Won bekanntgegeben.

Nokia nach 14 Jahren abgelöst

Beinahe im Vorbeigehen stiegen die Koreaner nach Expertenschätzungen zum weltgrößten Handy-Anbieter auf. Sie gehen davon aus, dass Samsung im ersten Quartal etwa 93,5 Millionen Mobilfunk-Geräte abgesetzt hat, Nokia verkaufte nur 82,7 Millionen Handys. Gegenüber Nokias Weltmarktanteil von nur noch 22,5 Prozent liegt Samsung nun mit 25,4 Prozent an der Weltspitze. Eine 14-jährige Vorherrschaft ist damit vorüber.

Die wichtigere Markanteilsverteilung spielt sich aber schon seit langem im Markt für Smartphones ab – den internetfähigen Mobilfunk-Geräten, die nicht nur eine Vielzahl von Funktionen in sich vereinen, sondern den Herstellern auch höhere Gewinnmargen einbringen.

Spitzenmargen
Hier liefert sich Samsung ein Milliarden-Duell mit dem iPhone-Hersteller Apple. Zusammen halten die beiden Rivalen einen Anteil von 90 Prozent. Samsung hat offenbar im ersten Quartal mit seinem neuen Galaxy S viel Anklang bei den Kunden gefunden. Nun soll die neue Version, das Galaxy S 3 dem Apple-iPhone 5 zuvorkommen. Aber auch mit dem Galaxy Note, einem übergroßen Smartphone und machen die Koreaner blendende Geschäfte. Die operative Marge für den Smartphone-Bereich stieg im Berichtszeitraum von zwölf auf 18,4 Prozent.

In puncto Kursentwicklung kann Samsung freilich nicht mit Apple mithalten. Doch der Trend zeigt auch bei den Koreanern weiter aufwärts. Auf Sicht von einem Jahr hat der Kurs mehr als ein Drittel zugelegt.

Agenturen/hahn

 
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