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22.2.2012 20:00

Knapp eine Milliarde € Gewinn für die RBI

  • Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat im vergangenen Jahr trotz der mauen Wirtschaftsentwicklung in vielen Teilen Osteuropas ihren Vorsteuergewinn gesteigert.

Grund dafür waren ein anziehendes Kreditgeschäft und eine geringere Vorsorge für faule Kredite, wie die Bank am Mittwochabend mitteilte. Zudem profitierte das Institut von einem Sondereffekt bei der Bewertung eigener Anleihen, der eine 183 Millionen Euro schwere Abschreibung auf das Geschäft in der Ukraine mehr als wettmachte.

Vor Steuern stand 2011 ein Plus von 1,4 Milliarden Euro zu Buche nach 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Unter dem Strich ging der Gewinn jedoch wegen eines Steuereffekts um elf Prozent auf 968 Millionen Euro zurück. Die Vorsorge für faule Kredite schraubte die RBI auf 1,1 von 1,2 Milliarden Euro zurück, während der Zinsüberschuss auf 3,7 von 3,6 Milliarden Euro zulegte.

Ungarn-Ausfälle kompensiert

Anders als manche Konkurrenten habe die RBI keine Abschreibungen auf Staatsanleihen verkraften müssen, sagte Bankchef Herbert Stepic (Bild). "Auf Grund unseres traditionell geringen Engagements in den peripheren Ländern der Eurozone wurde unser Ergebnis durch die Entwicklungen in diesen Märkten nicht direkt belastet." Zudem habe die gute Entwicklung einiger Töchter in Zentral- und Osteuropa die Rückgange in Ungarn kompensiert. Dort schmälert eine Bankenabgabe die Gewinne der Institute.

Die harte Kernkapitalquote (core tier 1 ratio) lag zum Ende des Jahres bei 9,3 Prozent - ohne Berücksichtigung einer Dividende für die Stammaktien. Die europäischen Regulierer schreiben den größten europäischen Instituten bis Mitte 2012 eine Quote von mindestens neun Prozent vor. Allerdings berücksichtigen sie dafür nicht die Zahlen der RBI, sondern jene der Mutter Raiffeisen Zentralbank.

Reuters/hahn

22.2.2012 20:00
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