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9.2.2012 14:04

Ex-ORF-Gerneral wird Boss von Turner Broadcasting International

  • Gerhard Zeiler: Von RTL zu Time Warner
  • 'Aufregende Zeit für unsere Branche'

Turner Broadcasting betreibt mehr als 130 Kanäle in mehr als 30 Sprachen in 200 Ländern weltweit

Gerhard Zeiler, 56, wird Präsident von Turner Broadcasting System International, einer Tochter des US-Medienunternehmens Time Warner. Zeiler soll bei dem internationalen TV-Unternehmen die internationalen Angelegenheiten koordinieren und neue Geschäftsbereiche aufbauen, wie im Webauftritt von Turner am Dienstagabend zu lesen war.

Zeiler verlässt die Bertelsmann AG mit 18. April

Zuvor war bekanntgeworden, dass Zeiler, CEO der RTL Group und Vorstandsmitglied der Bertelsmann AG, beide Funktionen zurücklegt und die Unternehmensgruppe per 18. April verlässt. Der Österreicher Zeiler war ab 1994 ORF-Generalintendant und folgte 1998 Helmut Thoma als Geschäftsführer von RTL Television nach. Zeiler hatte sich vor der letzten ORF-Generaldirektorenwahl wieder für den Chefsessel in Wien interessiert, dann aber wegen politischer Machtspiele abgewunken.

Zeiler kommentierte seine neue Aufgabe mit den Worten: "Als langjähriger Beobachter der Turner-Netzwerke, bin ich mir voll im Klaren über ihre Kundenstärke und das Unternehmensprofil in der internationalen Geschäftswelt ", sagte Zeiler. "Dieser Schritt ist eine Chance zu helfen, dass einige der wertvollsten Medien-Marken der Welt wachsen und neue Unternehmungen zu entwickeln. (...) Dies ist eine aufregende Zeit für unsere Branche und für Turner Broadcasting."

CNN, TNT, Cartoon Network

Turner Broadcasting System International betreibt Marken wie CNN, TNT, Cartoon Network und Turner Classic Movies. In den vergangenen Jahren hat Turner Broadcasting seinen Umfang in Lateinamerika nach eigenen Angaben verdoppelt, schloss Medienpartnerschaften in Japan und Korea, expandierte etwa nach Chile und arbeite mit Warner Bros zusammen. Derzeit betreibt Turner Broadcasting nach eigenen Angaben mehr als 130 Kanäle in mehr als 30 Sprachen in 200 Ländern weltweit.

Apa, Red.

9.2.2012 14:04
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