Aktuell
Mittwoch, 23. Mai 2012 

navigation

1.2.2012 11:24

EU stoppt Fusion von Deutscher Börse und NYSE

  • Mega-Börse scheitert am Veto der Wettbewerbsbehörde
  • 3. Anlauf auf Zusammenschluß gescheitert

Die geplante Fusion der Börsen von Frankfurt und New York ist geplatzt. Die EU-Kommission legte am Mittwoch ihr Veto gegen einen Zusammenschluss von Deutscher Börse und NYSE Euronext zum weltgrößten Börsenbetreiber ein. "Ungeachtet der von den Unternehmen angebotenen Abhilfemaßnahmen ist die Europäische Kommission zu der Einschätzung gelangt, der Zusammenschluss behindere in erheblichem Maße effektiven Wettbewerb", teilte die Deutsche Börse in Frankfurt mit. Gegen das Nein aus Brüssel könnten die Konzerne vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) klagen.

Die Brüsseler Prüfer rund um EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia stießen sich vor allem an der Marktmacht des angestrebten Börsenriesen im Derivatehandel. Auf diesem Feld kommen die Börsen mit ihren Töchtern Eurex (Deutsche Börse) und Liffe (NYSE Euronext) auf mehr als 90 Prozent Marktanteil - ein Monopol im europäischen Terminhandel, wie Almunia schon in den vergangenen Wochen monierte.

Die Fusionspartner waren zwar auf Brüssel zugegangen und erklärten sich etwa bereit, das gesamte Aktienderivate-Geschäft der Liffe zu verkaufen. Doch einen Zusammenschluss um jeden Preis wollten sie nicht. Der Handel mit Derivaten - vereinfacht gesagt Finanzwetten - gilt als besonders lukrativ.

Für die Deutsche Börse und die New York Stock Exchange (NYSE) war es der dritte Anlauf für einen Zusammenschluss. An dem neuen Unternehmen sollten die Frankfurter 60 Prozent halten, die NYSE 40 Prozent. Gesteuert werden sollte die weltgrößte Börse über eine in den Niederlanden angesiedelte Dachgesellschaft. Seit Mitte Februar 2011 bemühten sich die Konzerne um Zustimmung von etwa 40 Wettbewerbs- und Aufsichtsbehörden auf beiden Seiten des Atlantiks.

-Apa, Red

1.2.2012 11:24
Seite bookmarken bei: ? Hilfe

·Dell meldet Gewinneinbruch – die Aktie crasht
Eine schwache Nachfrage von Privatkunden hat dem PC-Hersteller Dell einen deutlichen Gewinneinbruch eingebrockt.

·Spaniens Banken – ein Fass ohne Boden
Den Banken in Spanien droht dem Internationalen Bankenverband IIF zufolge ein 76 Milliarden Euro schweres Finanzloch.

·"Als Zeuge muss man die Wahrheit sagen, als Beschuldigter nicht"
Nach dem U-Ausschuss erhob Grasser vor Journalisten schwere Vorwürfe gegen die Justiz und den U-Ausschuss.

·Heftige Breitseite von Maria Fekter Richtung Frankreich
Finanzministerin Maria Fekter hat die Ansätze von Francois Hollande zur Lösung der Euro-Schuldenkrise massiv kritisiert.

·"Ein Austritt Griechenlands wird teuer und chaotisch, aber unausweichlich"
Griechenland wird wohl aus der Eurozone austreten müssen, erklärte Mohamed El-Erian, Chef von Pacific Investment Management.

·China kauft US-Staatsanleihen direkt beim Finanzministerium
Die USA haben China für den Kauf von US-Staatsanleihen ein bisher beispielloses Sonderverfahren ermöglicht.

·Marc Faber reduziert Aktien und setzt auf den Greenback
Der Investor Marc Faber setzt nach eigenen Angaben zur Zeit auf hohe Bargeldbestände in US-Dollar.

·Schlimme Kursprügel für Facebook an der Wall Street
Daumen runter für die Facebook-Aktie: Sie gefällt den Börsianern nicht und verliert am zweiten Handelstag elf Prozent.

·Notkredite für angeschlagene Eurozonen-Banken steigen auf Rekordwert
Banken der Euro-Krisenländer greifen immer stärker auf Notkredite ihrer Zentralbanken zurück.

·Hypo startet Reprivatisierung in Südosteuropa
Weitere 6 Banken sollen verkauft werden. Deutsche Bank erhält Mandat zum Verkauf.

·Frankreich geht auf Konfrontation mit Deutschland
Frankreich will trotz erbitterten Widerstands aus Deutschland Eurobonds einführen und Schäuble als Eurogruppen-Chef verhindern.

·"Wir waren uns vollkommen einig"
G8-Staaten haben sich für Förderung des Wirtschaftswachstums und gleichzeitige Konsolidierung der Budgets ausgesprochen.

zurück zur Startseite