bwin will Bank zu Geld machen
- bwin-Tochter CQR: in 20 Ländern aktiv
- Abwicklungen von 2 Milliarden Euro pro Jahr

Dass bwin Sportwetten anbietet, ist weithin bekannt. Viel weniger bekannt ist, dass das Unternehmen auch eine eigene Zahlungsabwicklungs-Tochter mit Namen CQR und E-Money-Banklizenz ihr Eigen nennen kann.
Von dieser Tochter, die kürzlich auch einen Vertrag mit der Westbahn zur Ticketzahlung eingegangen ist, will sich bwin nun trennen, berichtet
die britische Zeitung The Telegraph. Dabei können sich die Leistungen der Payment-Tochter von bwin, die 2008 operativ an den Start ging, durchaus sehen lassen: In mehr als 20 Ländern ist CQR mit Kreditkarten, Prepaid-Karten und Onlinebanking aktiv. Zahlungen in der Größenordnung von mehr als zwei Milliarden Euro sollen jährlich über die Zahlungsplattform abgewickelt werden.
Doch das Wohl der Aktionäre geht vor, und diesen Aktionären winken in absehbarer Zeit Zusatzeinnahmen aus dem Verkauf der lukrativen Tochter. Neben CQR wollen Norbert Teufelberger und seine Kollegen im bwin.party-Management noch andere nicht zum Kerngeschäft gehörende Aktivtäten zu Geld machen. Auch das Ongame-Poker-Netzwerk steht zum Verkauf. Analysten rechnen damit, dass der Verkauf der beiden Gesellschaften insgesamt 110 Millionen Euro einbringen könnte.
Die Verkaufspläne für CQR dürften schon recht konkret sein: In längstens zwei bis drei Jahren soll CQR über die Börse verkauft werden, ist zu hören. Für dieses Unterfangen will man den Umsatz noch ein-
mal ordentlich ankurbeln: Das Unternehmen, das seinen Sitz in der alten Wiener Börse hat und 150 Mitarbeiter beschäftigt, soll sich im Jahr 2012 umsatzmäßig verdoppeln, lautet der Plan. Genaue Zahlen von CQR wurden jedoch noch nicht publiziert, obwohl man unternehmensintern von einem verborgenen Juwel spricht. Auch sonst ist 2012 für bwin ein entscheidendes Jahr: Erst kürzlich wurden nämlich Lizenzen für den spanischen und dänischen Markt beantragt.











