Skandal: Christoph Pöchinger organisierte Telekom-Gelder für Haiders BZÖ-Wahlkampf
- Schaden von 240.000 Euro
- Der Verdacht: Telekom schmierte das BZÖ

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Christoph Pöchinger hat es nicht leicht. Im November stürmten Polizisten die Privat- und Büroräume des früheren Pressesprechers von Ex-BZÖ-Justizministerin Karin Gastinger. Pöchinger soll im August 2006 in Wien Mitarbeiter der Telekom Austria dazu bestimmt haben, Firmengeld zu veruntreuen.
Das geht aus dem FORMAT vorliegenden Hausdurchsuchungsbefehl vom 2. November 2011 hervor. Konkret sollen Gelder der Telekom Austria zur Bezahlung des Wahlkampfes des BZÖ von Jörg Haider verwendet worden sein und das ohne Gegenleistung. Der Telekom sei somit ein Schaden von 240.000 Euro entstanden, heißt es.
Nachdem gegen frühere BZÖ-Granden wie Ex-Vizekanzler Hubert Gorbach, Ex-Infrastrukturminister Mathias Reichhold und Nationalrat Klaus Wittauer längst ermittelt wird, nimmt sich die Justiz nun die zweite Reihe vor.
Die Razzia bei Pöchinger soll nur der Anfang sein. Staatsanwalt Hannes Wandl führt derzeit eine Reihe von ehemaligen BZÖ-Kabinettsmitgliedern als Beschuldigte in der Telekom-Affäre, darunter zwei Rechtsanwälte. Sie alle werden der Beihilfe zur Bestechung und aktiver Geldwäscherei verdächtigt, weil sie von der Telekom Geld akzeptierten und für Wahlkämpfe des BZÖ verwendeten. Der Verdacht: Die Telekom schmierte das BZÖ, um eine Abänderung der Universaldienstverordnung zu erreichen mit Erfolg.
SAN











