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Neustart: Kovats will wieder Investor werden
- 'Investoren wollen mir Geld anvertrauen'
Mirko Kovats hat offenbar noch nicht genug: Wenige Wochen nach dem geplatzten Verkauf der insolventen A-Tec-Gruppe hat er einen neuen Job. Der 62-Jährige will mit einigen ausländischen Investoren, die er während der Suche nach Käufern für die A-Tec kennen gelernt hat, Beteiligungen an Industrieunternehmen erwerben.
Im Fokus stehen mittelständische Firmen im deutschsprachigen Raum sowie in Großbritannien. In Finanzkreisen sorgt das bereits für reges Getuschel, zumal Kovats zuletzt im FORMAT-Interview betonte, fast mittellos zu sein. Auf Anfrage bestätigt Kovats seine Pläne, sagt aber: Ich bringe reichlich Erfahrung bei großen Transaktionen mit, und deshalb wollen mir diese Investoren Geld anvertrauen.
Kovats im Clinch mit Masseverwalter
Kovats, der als Zeichen für seinen Neubeginn künftig keine Krawatten mehr tragen will, sorgt nicht nur damit für Gerede. Der A-Tec-Chef liegt mit Masseverwalter Matthias Schmidt im Clinch. So hat Kovats am Handelsgericht Wien beeinsprucht, dass der A-Tec-Vorstand wie von Schmidt angestrebt abberufen werden kann. Denn für die Käufer ist es eine Absicherung, wenn der Vorstand in die Details der Verkaufstransaktionen einsehen kann, meint Kovats. Beim ATB-Verkauf an den chinesischen Motorenbauer Wolong seien die Details vorenthalten worden unterschreiben mussten wir den Vertrag dennoch.
Kovats agiert wohl auch emotional. Die schnelle Verwertung der Assets ist ihm ein Dorn im Auge. Die wieder Gewinn bringende Tochter ATB wurde günstig nach China verhökert, um 62 Millionen Euro und damit um rund vierzig Prozent weniger als ursprünglich vereinbart. Dieser Schnellschuss ist für Kovats unverständlich: Schmidt und sein Team haben ja noch bis 29. September 2012 Zeit.
Die guten Ratschläge von Kovats will sich der Masseverwalter offenbar aber ersparen. Der Zutritt des früheren Chefs in die alte A-Tec-Zentrale ist mittlerweile unerwünscht. Sein neues Büro hat Kovats in einem Hotel in Wien-Oberlaa etabliert, das übrigens ihm gehört.
JEL


