Meinung

13.10.201109:49 Uhr

Asfinag-Zores für Kanzler

  • U-Ausschuss könnte für Kanzler noch brenzlig werden

Die vom damaligen Verkehrsminister Werner Faymann abgelösten Ex-Asfinag-Vorstände Christian Trattner, Klaus Lückler und Mathias Reichhold könnten für den nunmehrigen Bundeskanzler noch eine sehr unangenehme Rolle spielen. Dann nämlich, wenn sie beim bald eingesetzten Korruptions-U-Ausschuss aussagen müssen. Was wahrscheinlich ist.

Die Ex-Manager patzen Faymann derzeit zwar nicht von sich aus an. Aber einer von ihnen spricht gegenüber FORMAT mittlerweile unter Zusicherung der Vertraulichkeit davon, dass bei der Schaltung von Anzeigen der damalige Vorstand tatsächlich bewusst hintergangen wurde. Demnach wehrte sich der Vorstand vehement gegen die Wünsche aus dem Verkehrsministerium, das Inseratenbudget der Asfinag dramatisch an zu heben, worauf ein Bereichsleiter die Anweisungen ausführte. Ohne Billigung des Vorstands, wohlgemerkt. Die Folge: Der Vorstand wurde kurz darauf gegen großzügige Abschlagszahlungen abgelöst und der Bereichsleiter in den Vorstand gehievt.

Wenn die geschassten Manager, die FPÖ bzw. ÖVP nahestehen, das im Untersuchungsausschuss auch offiziell sagen, wird es für den Kanzler ungemütlich.

– HOR

 
hottach, 13. 10. '11 18:28
Mühlen mahlen
zwar langsam, aber wie es scheint holen sie den Kanzler bald ein. Als er seinerzeit als Minister in der Asfinag umrührte und keine Kosten scheute, um Vorstände seiner Wahl durchzudrücken, hat er bewiesen wie er mit Macht und Geld umzugehen gedenkt.
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