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rückt die Swarovskis
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Grasser: Die Geschäfte der Schwiegermutter
- Hausdurchsuchungen bei zwei KHG-Beratern
- Verbindungen zu Marina Giori-Lhota
Karl-Heinz Grasser macht wieder Schlagzeilen. Die Staatsanwaltschaft Wien ließ zu Wochenbeginn in der Schweiz Büros und Privaträume von zwei KHG-Beratern durchsuchen: Heinrich Schwägler und Norbert Wicki. Was die beiden mit Grasser verbindet? Schwägler steht im Sold der Meinl Bank und vermittelte KHG die Schweizer Ferint AG. Wicki ist Gesellschafter der Private Asset Partners in Zürich, besitzt die Mandarin Group Ltd. mit Sitz in Belize und berät Grasser in heiklen Vermögensfragen.
Zudem existiert eine Verbindung der beiden zu Grassers Schwiegermutter Marina Giori-Lhota. Zum einen, weil sie von Grassers Anwalt medial ins Spiel gebracht wurde. Zum anderen, weil sie von Schwägler und Wicki im Zusammenhang mit den Briefkastenfirmen Ferint und Mandarin erwähnt wurde.
Die Meinl Bank gab Giori-Lhota gegenüber der Nationalbank als wirtschaftlich Begünstigte der Ferint AG an. Und die Mandarin-Anwälte schrieben dem Landgericht in Liechtenstein, dass Wicki der Vermögensverwalter der Familie Giori- Lhota sei.
So wurde die steinreiche Miteigentümerin des Kristallkonzerns Swarovski ungewollt in die Affären Hypo Alpe Adria und Buwog hineingezogen. Die Hypo-Connection: Die Ferint AG beteiligte sich Ende 2006 in Grassers Namen mit 500.000 Euro bei der skandalumwitterten Hypo-Investorengruppe von Tilo Berlin. Den Erlös leitete Ferint später an Mandarin weiter. Das Geld soll Giori-Lhota zugeflossen sein. Dass die Multimillionärin über zwei Treuhänder verdeckt investiert hat, bezweifeln aber die Ermittler. Der Verdacht des Staatsanwalts: Der Hypo-Genussschein über 500.000 Euro wurde für Grasser gezeichnet und der Gewinn von ihm lukriert.
Und Giori-Lhotas Buwog-Connection: Die Polizei stellte fest, dass KHG-Trauzeuge Walter Meischberger Teile seiner Buwog-Provision an Mandarin überwies, um in C-Quadrat, Meinl International Power und Magna zu investieren. Pikant: Bei allen Unternehmen war KHG engagiert. Bemerkenswert ist, dass Grasser nicht wusste, dass Schwiegermutter und Trauzeuge dieselbe Briefkastenfirma Mandarin nutzten. Giori-Lhota wird das wohl bald beantworten müssen. Weil das Justizministerium in der Grasser-Affäre rasch Ergebnisse sehen will, können Razzien bei Giori-Lhota nicht mehr ausgeschlossen werden. Marina Giori-Lhota, Karl-Heinz Grasser und sein Anwalt Manfred Ainedter wollen die FORMAT-Recherchen nicht kommentieren.
- SAN
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