Geld & Service

17.03.201112:49 Uhr

Pensions-Expertenkommission: Dringender
Reformbedarf

  • 'Bezugsdauer der Pensionnen muss verkürzt werden'
  • Der Weg führt über die Frühpensionen

Ende März legt die Pensionsrefomkommission ihren Abschlussbericht über die Sicherheit des Rentensystems vor. Und schon im Vorfeld ist klar: Der Bericht wird für neue, heftige Diskussionen sorgen. Denn die 34 Kommissionsmitglieder werden darin auf einen entscheidenden Punkt hinweisen: Die bisherigen Reformen im Pensionssystem reichen bei weitem nicht aus.

Die im Zuge der Budgetkonsolidierung im Herbst beschlossenen Hürden bei der Hacklerregelung sind zu wenig. Damit wurden nur zehn Prozent des Mehraufwandes für den Bund tatsächlich eingespart. Daher werden die Experten weitere und rasche Änderungen einfordern.

Ulrich Schuh, Wirtschaftsforscher am IHS, sieht zwei Möglichkeiten, Verbesserungen herbeizuführen. Der eine Weg lautet, an der Leistungshöhe zu drehen. Das sei aber weder politisch machbar und zudem ein sozial gefährliches Unterfangen. Für Schuh führt der Weg aber über die Frühpensionen: „Wir müssen die Bezugsdauer der Pensionen verringern. Und dazu gehört es, die vorzeitige Alterspension schrittweise abzuschaffen.“ Denn derzeit sei die finanzielle Nachhaltigkeit alles andere als gesichert.

Vorbild Schweden

Die Ausgaben für die gesetzliche Pension, ohne Beamte, soll bis 2050 auf 14,8 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen. Umgekehrt im Vorbildland Schweden: Dort werden die Ausgaben im Gegensatz zu Österreich sogar noch sinken und 2050 nur noch 9,0 Prozent des BIP betragen. Ebenfalls im Bericht der Experten einberechnet ist ein Prognosemodell der Statistik Austria über die Lebenserwartung bis 2050. Demnach steigt die Lebenserwartung in Österreich noch schneller als vor Jahren kalkuliert.

 
pixel