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Geldtipp der Woche: Innovative Lösungen statt Ressourcen-Dilemma
Anfang der Woche stieg der Preis für ein Fass Rohöl der Sorte Brent erstmals seit Oktober 2008 wieder über 100 Dollar. Hand in Hand mit der wieder erstarkten Weltkonjunktur und getrieben von Spekulanten, setzten die Preise für Mais, Weizen, Baumwolle, Kaffee und Zucker bereits Mitte des Vorjahres zu einem Höhenflug an. Ob die Rohstoffnotierungen längere Zeit auf dem hohen Niveau verharren werden oder sogar noch weiter nach oben klettern, ist ungewiss.
Werden Schätzungen von Experten jedoch Realität, wird es in Zukunft aber auch ohne Spekulantentum, Dürre- und Flutkatastrophen bei der ausreichenden Rohstoffversorgung eng.
Für eine weitere Verknappung könnten alleine das rapide Wachstum der Weltbevölkerung und die zunehmende Urbanisierung sorgen. So rechnet die OECD damit, dass die Bevölkerung von derzeit etwa sechs Milliarden Erdenbürgern bis 2050 auf über neun Milliarden Menschen ansteigen wird. Wie dynamisch die Entwicklung ist, zeigt der Blick in die Geschichtsbücher. 1804 war die Erde mit einer Milliarde Menschen noch recht dünn besiedelt. Danach brauchte es 123 Jahre, bis die zweite Milliarde dazukam. Für den Sprung von fünf auf sechs Milliarden mussten dagegen nur zwölf Jahre vergehen.
Neue Lösungen
Im Lichte der OECD-Prognosen sind innovative Lösungen und neue Technologien bei sich erschöpfenden und erneuerbaren Ressourcen gefragt. Das öffnet Chancen für risikobereite Anleger, die zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen wollen, spricht doch neben dem Innovationsdruck auch der anhaltende Rückenwind an den Börsen für einen Einstieg. Dass die Suche nach Aktien von Unternehmen der Bereiche Rohstoffe, erneuerbare Ressourcen und Wasser lohnend sein kann, zeigt das Depot des Vontobel Fund Global Trend Future Resources (ISIN LU0384406160). Seit seinem Start im November 2008 hat der Aktienfonds in Summe um 87 Prozent zugelegt. Seit Ende Jänner des Vorjahres erreichte der Ertrag 32 Prozent.
Von Holz bis Biotechnologie
In der aktuellen Wertpapieraufstellung des Fonds ist die Aktie von Sino-Forest am höchsten gewichtet. Die Besonderheit: Das Unternehmen ist der erste im ausländischen Besitz befindliche Produzent und Exporteur von Holzspänen in der Volksrepublik China. Unter den Top-Positionen findet sich darüber hinaus der norwegische Düngemittelkonzern Yara International, dem Analysten heuer ein Gewinnwachstum von 36 Prozent zutrauen, und der dänische Biotech-Spezialist Novozymes, der führend in der Erforschung und Vermarktung von Enzymen und Mikroorganismen ist.
Wer den Einstieg in den Vontobel-Fonds erwägt, sollte wegen des hohen Risikos laufend die Kurse verfolgen und jedenfalls ein Stop-Loss-Limit vorsehen.
- Robert Winter
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