Trio des Jahres

07.12.201009:40 Uhr

10 österreichische Top-Führungskräfte als Mentoren für Maturaklassen

  • Den Auftakt macht Wien-Energie-Chef Irschik
  • Tipps für Manager von morgen

Zum Auftakt der FORMAT-Aktion Schule macht Wirtschaft besuchte Wien-Energie-Chef Thomas Irschik Wiener HAK-Schüler.

Trotz seines standesgemäß straffen Terminkalenders nahm sich Thomas Irschik, Geschäftsführer der Wien Energie GmbH, die Zeit, um zwanzig Maturaschülern an der business.academy.donaustadt aus seinem Manageralltag zu berichten. Damit eröffnete er den Schulstundenreigen der FORMAT-Aktion Schule macht Wirtschaft, bei der zehn österreichische Top-Führungskräfte als Mentoren für Maturaklassen agieren werden.

Die Schüler erhalten dabei die Möglichkeit, Fragen an die Firmenlenker zu richten, die sowohl das Unternehmen als auch persönliche Karrierewege betreffen. Die nicht weniger als vierzig Fragen der angehenden HAK-Maturanten an den Wien-Energie-Chef handelte Irschik allerdings nicht Punkt für Punkt ab, sondern verwandelte sie in einen spannenden Dialog mit den Schülern.

Effizienter Energiedienstleister

„Mit einem Umsatz von knapp 2,5 Milliarden und einem Gewinn von 88 Millionen Euro gehört Wien Energie zu den 40 umsatzstärksten Unternehmen im Land und ist der größte Energiedienstleister Österreichs“, sagte Irschik in Beantwortung der Frage, ob das Unternehmen denn betriebswirtschaftlich geführt werde. Er selbst unterliege als Geschäftsführer dem GmbH-Gesetz und sei somit zu Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit sowie Effizienz verpflichtet und dazu angehalten, für Vermögenszuwachs zu sorgen. „Mache ich das nicht, werde ich mir nach Ablauf der Bestelldauer von fünf Jahren wahrscheinlich einen neuen Job suchen müssen“, so Irschik unmissverständlich. Die Geschäftsführung des Unternehmens, das in den nächsten fünf Jahren zwei Milliarden Euro in Erzeugungsanlagen und Netze investieren wird, bildet er gemeinsam mit Robert Grüneis (Controlling, Personal) und Susanna Zapreva (Energiebelange).

Tipps für Manager von morgen

Nicht unerwartet kam die Frage, was Unternehmen von zukünftigen jungen Mitarbeitern erwarten. „Lernbereitschaft, Flexibilität und strukturiertes Denken sind wichtige Kriterien“, so Irschik. Er rät den Maturaanwärtern, neben Englisch („ein Must“) eine Ostsprache oder Chinesisch zu erlernen und so früh wie möglich ins Berufsleben einzusteigen. Er selbst habe während des Studiums 28 Stunden pro Woche gearbeitet und „trotzdem nicht ewig studiert“.

Sein heutiges Tagespensum erfüllt er wochentags zwischen halb acht und 19 Uhr, wobei oft eine Abendveranstaltung folgt. Für ihn als Wien-Energie-Chef sei es generell enorm wichtig, langfristig und in Perspektiven zu denken. Nach dem Pausengong verteilte Irschik dann knallorange leuchtende Umhängetaschen, mit Infos zum Thema Wien (und) Energie. Und er verriet den Schülern noch sein Lebensmotto: „Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.“

– Dina Elmani



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