FORMAT exklusiv: Verdacht der Beweismittelfälschung in der Affäre BUWOG
- Walter Meischberger und Ernst Plech unter Verdacht
- Ermittler verfolgen heiße Spur zu Karl-Heinz Grasser

Exklusiv. Walter Meischberger und Ernst Plech wird laut Polizeiakten Beweismittelfälschung in der Buwog-Affäre vorgeworfen. Zudem brachten die Ermittlungen eine erste Buwog-Spur zu Karl-Heinz Grasser ans Tageslicht.
In der Provisionsaffäre Buwog ermittelt nun die Justiz auch wegen des Verdachts der Beweismittelfälschung. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT exklusiv in der am Freitag erscheinenden Coverstory.
Im polizeilichen "Anlassbericht betreffend Verdacht der Begünstigung der Beweismittelfälschung" vom 14. Juni 2010, der FORMAT exklusiv vorliegt, werden Walter Meischberger und Ernst-Karl Plech als Verdächtige genannt. Bei einem Geheimtreffen im Oktober 2009 sollen sie sich gemeinsam mit Karl-Heinz Grasser und Meischberger-Anwalt Gerald Toifl über die weitere Vorgangsweise in Sachen Buwog abgesprochen haben.
Der schwere Verdacht laut Polizeibericht: "Rechtsanwalt Gerald Toifl ist verdächtig, gemeinsam mit Ernst-Karl Plech und Walter Meischberger zwischen dem 19. Oktober und dem 10. November 2009 eine inhaltlich falsche Immobilieninvestvereinbarung zwischen Walter Meischberger und Ernst Plech, datiert mit 12. März 2006, erstellt zu
haben."
Zudem wurde im Oktober 2009 beschlossen, "die Beteiligung von Ernst Karl Plech am Buwog-Verkauf bzw. an den dafür geflossenen Provisionen sowie an darauf folgenden Steuerhinterziehungsdelikten zu verheimlichen" (Polizeibericht). Laut FORMAT wurden der Staatsanwaltschaft falsche Beweismittel vorgelegt, um Plech "der Gefahr der strafrechtlichen Verfolgung zu entziehen" (Polizeibericht).
Ernst-Karl Plech will die Vorwürfe gegenüber FORMAT nicht kommentieren: "Es handelt sich um ein schwebendes Verfahren." Für alle genannten Personen gilt die Unschuldsvermutung.
Ashwien Sankholkar
Weitere Details im aktuellen FORMAT Nr. 34











